Bild zum Thema Risiko- und Moneymanagement im Trading

Risikomanagement im Trading – Das solltest Du wissen

Das Risikomanagement im Trading ist ein sehr wichtiger Teil der gesamten Trading-Strategie. Da eine Analysemethode, wie in dem letzten Artikel erwähnt, für sich alleine noch zu keinem Erfolg führt. Hinzu kommt das Money-Management. 

Unter Risiko- und Moneymanagement im Trading versteht man zum einen das Limitieren des Verlustrisikos sowie zum anderen die Wahl, der passenden Positionsgrößen. Insbesondere beim Letzten dürften sich Anfänger schwer tun, hat doch das Moneymanagement einen Bezug zu den Kosten- und Gebührenstrukturen des gehandelten Produkts.

  1. Risikomanagementmethoden im Trading
  2. Stop Loss Order
  3. Monetäre Verlustgrenze definieren
  4. Mentale Stops
  5. Money- und Positionsgrößenmanagement

Risikomanagement im Trading mit Stops

Wenn du Traden lernen möchtest, mit all seinen Eigenschaften, dann kommst du an der Stop Loss Order nicht vorbei? Warum sind diese so wichtig? Wir haben es bereits oben angedeutet. Aufgrund der Gebührenstrukturen von Hebelprodukten, gibt es für Trader in der Regel kaum oder nur eine begrenzte Möglichkeit das Risiko zu diversifizieren. Diversifikation ist eine Risikomanagement-Methode des langfristigen Anlegens. 

Es gibt mehrere Möglichkeiten eine Stop Loss Order zu setzen:

  1. Ein technischer Analyst legt seine Stop Loss Order unter/über relevante charttechnische Kursmarken.
  2. Trader limitieren ihren Verlust monetär oder nach Punkten/Pips
  3. Mentale Stops werden gesetzt, um bei erhöhter Price-Action und Volatilität zu greifen.

Stop Loss Order an wichtigen Kursmarken

Die gängigste Methode des Risikomanagements im Trading ist wohl das Setzen der Stop Loss Order unter/über einen wichtigen Kursbereich. Der zumeist technische Analyst geht davon aus, dass bei Erreichen dieses Kursbereichs eine Trendwende stattgefunden hat.

Stop Loss Order setzen im Chart

DAX 30 CFD Kontrakt auf 4Stundenbasis mit technischer Bodenbildung, Quelle: IG Handelsplattform

Zur Erinnerung: Es ist in der jüngsten Vergangenheit immer schwieriger geworden eindeutige Kursmarken für die Stop Loss Order zu nutzen, da Fehlsignale häufiger auftreten. Dies liegt in der Natur des Marktes, was wir in einem gesonderten Artikel besprechen werden.

Trader sind daher in der Regel gewillt, entweder ihre Stops immer weiter von solchen eindeutigen Kursmarken zu setzen, wodurch sich jedoch unweigerlich das Verlustrisiko je Trade erhöht. Diesem Umstand entgegensetzen kann man als privater Trader oft nicht viel. Trader versuchen ihre Entries zu optimieren, sodass sie nur die zuverlässigen Setups handeln oder sehr früh in einen Trade einsteigen. Wir werden im Laufe der Zeit einige solcher Strategien hier im Blog vorstellen. 

Monetäre Verlustgrenze definieren

Die monetäre Verlustgrenze zu setzen ist eine weitere Methode, um das Risikomanagement im Trading zu komplementieren und auch mit einer Stop Loss Order verbunden, allerdings wird hier nicht auf wichtige Chartmarken geachtet, sondern schlicht und ergreifend auf den monetären entstehenden Verlust im Falle eine Trades. Trader legen ein Verlust-Limit fest, berechnen die dafür nötige Distanz in Punkten oder Pips vom Einstiegskurs und setzen die Stop Loss Order entsprechend dieser Distanz ohne auf wichtige Chartmarken zu achten. 

Einsatz je TradeMaximaler Verlust in EuroMaximaler Verlust in Punkten
– 1 DAX 30 Kontrakt
– Margin 5 % vom Kursstand (aktuell 658 Euro)
– 1 Euro pro Punkt Gewinn oder Verlust
– 1 % max. Verlust je Trade vom gesamten Kapital
– gesamtes Kapital z.B. 20.000 Euro
– 200 Euro max. Verlust
– 1 Euro pro 1-Punkt -Kursveränderung
– Stop Loss Order = 200 Punkte entfernt

Mentale Stops benötigen hohe Disziplin

Disziplin ist in allen Belangen des Tradings essentiell, wozu wir weiter unten kommen werden. So auch beim Setzen und Definieren von Stop Loss Grenzen. Mentale Stop Loss Order sind im Grunde genommen normale Stops, allerdings werden sie nicht automatisiert ausgeführt, sondern manuell. Der Trader behält dabei gewisse Chartmarken im Blick und geht aus der Position manuell raus, sofern diese unter- oder überschritten werden.

Das Risiko hierbei liegt klar auf der Hand und diese Methode des Risikomanagements im Trading ist eher etwas für erfahrene Trader. Ein mentaler Stop unterliegt der Gefahr schließlich nicht ausgeführt zu werden, weil der Trader den Verlust ungerne realisieren möchte.

Der Verlust aus einer Position kann so ins Unermessliche steigen und die ordnungsgemäße Strategieumsetzung ist dahin. Die nötige Disziplin sollte hier deutlich höher sein als bei automatisierten Stops. Mentale Stops machen daher insbesondere Sinn, wenn man das mittelfristige Trading betreibt und diese mit einem gewissen Positionsgrößenmanagement verbindet.

Money- und Positionsgrößenmanagement

Risikobegrenzung geht allerdings nicht nur mit Hilfe von Stop Loss Ordern, sondern muss ebenso über den adäquaten Einsatz definiert werden, was man unter Money- und Positionsgrößenmanagement versteht. Insbesondere bei Hebelprodukten ist das ein sehr wichtiger Aspekt. Eine Stop Loss Order nützt einem nicht viel, wenn man mit einem Verlust-Trade mehr als die Hälfte seines gesamten Kapitals verliert.

Als Faustregel sollte daher gelten:

Je höher der Hebel, desto niedriger sollte die Positionsgröße, relativ betrachtet zum gesamten Kapital, sein.

Ein Beispiel:

Du hast 20.000 Euro eingezahlt und möchtest eine Trade im DAX Long tätigen

Dein Verlust sollte pro Trade nicht mehr als 1 % des gesamten Kapitals übersteigen, also nicht mehr als 200 Euro sein. Siehe auch ähnliches Beispiel oben in der Tabelle.

  • Du hast dir ein Take Profit Ziel sowie eine charttechnisch wichtige Kurszone für den Stop Loss analysiert. Der SL würde gemäß der Analyse zirka 250 Punkte entfernt liegen. 
  • Mit dem DAX Mini Kontrakt entspricht ein Punkt einem Euro. Dein SL darf also maximal 200 Punkte entfernt liegen.
  • Da jedoch dein SL Ziel entsprechend der wichtigen Kursmarke bei 250 Punkten liegt, kannst Du nun über die Positionsgrößenbestimmung deinen maximalen Verlust anpassen. Du wählst für den Handel z.B. 0,8 Kontrakte und nicht 1 vollen Kontrakt.
Positionsgrößenbestimmung im Trading

Positionsgrößenbestimmung im Trading, DAX30 4Stunden Chart, Quelle: IG Handelsplattform

Das Beispiel bezieht sich auf den DAX Future Mini. Der normale DAX Kontrakt umfasst das Verhältnis 1 Punkt = 25 Euro. In diesem Fall würdest du mit 200 Punkten, 5.000 Euro Verlust oder Gewinn erzielen. Allerdings wäre auch eine höhere Margin zu leisten. 

Fazit Risikomanagement im Trading

  1. Zusammengefasst ist das Risikomanagement im Trading eine notwendige, wennn nicht sogar eine wichtigere Ergänzung zur Analysemethode und komplementiert die Strategie.
  2. Risikomanagement mittels der Stop Loss Order begrenzt das Verlustrisiko je Trade, wobei die Entfernung des Stops abhängig sein kann von charttechnischen oder monetären Limits.
  3. Die Positionsgrößenbestimmung wird dann wichtig, wenn zum einen der Hebel steigt oder der Trade-Horizont von kurzfristig auf mittelfristig wechselt und damit auch die Stop Entfernung steigt.

Alle Charts wurden mit der Handelsplattform des Online-Brokers IG erstellt.

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