Markt-Update 15. Mai 2017

Markt-Update 15. Mai 2017

EU Aktien schlossen in der vergangenen Woche negativ ab, US-Aktien performten bis auf den NASDAQ Index ebenfalls überwiegend negativ. Asiatische Märkte schlossen hingegen positiv ab. EURUSD erholt sich gegen Ende der Woche, schließt dennoch gegenüber der Vorwoche negativ ab. Öl erholt sich nach dem Absturz in der Vorwoche, Gold schließt unverändert ab.

EU-Aktien

EU-Aktien schließen in der vergangenen Woche überwiegend negativ (bis auf den Tech-Sektor, TecDAX mit stärkster Wochenperformance seit Januar) ab. Der DAX Index ging mit-0,36 % aus dem Handel, der EU Stoxx 50 Index beendete den Handel mit einem Minus von 1,11 %. Von neunzehn beobachteten Sektoren waren zwölf Gewinner darunter Gesundheit, Immobilien, Telekommunikation, Lebensmittel und Getränke, Öl und Gas. Sieben Sektoren performten negativ, Bau- und Infrastruktur, Banken, Industrie und Chemie. Die Futures performen während der Asien-Session positiv. Der DAX-Index bleibt weiterhin oberhalb der zuvor überwundenen Trendlinie und deutet weitere Stabilität aus Sicht der Markttechnik an.

DAX Chartanalyse

 US-Aktien

In den USA performten Aktien in der vergangenen Woche ebenfalls negativ bis auf den Tech-Sektor. Der DJIA Index beendet den Handel mit -0,70 %. Der S&P Index schließt die Woche mit -0,48 % ab. Beste Sektoren ware, PC Hardware, Halbleiter, Goldminen, Technologie. Zehn von sechszehn Sektoren performten negativ darunter Biotechnologie, Chemie, Transport und Telekommunkation. Markttechnisch eröffnet der S&P 500 Index Future heute Morgen mit leichter Stabilität notiert jedoch vorerst unterhalb des zuvor erzielten Allzeithochs. Die Earnings Saison neigt sich dem Ende zu, sollten Ergebnisse in der EU durchwegs positiv ausfallen, könnte der EU-Markt den US-Markt möglicherweise unterstützen.

S&P 500 Chartanalyse

Asien Aktien

Aktien aus Asien gehen positiv aus dem Handel. Der japanische Nikkei schließt die Woche mit +0,66 % ab. Damit folgt er einem schwächeren japanischen Yen gegen den US-Dollar. Das Währungspaar USDJPY kann seinen Ausbruch aus dem kurzfristigen Abwärtstrend fortsetzen. Der chinesische Hang Seng schließt die letzte Woche ebenfalls positiv mit +2,93 % ab. Der SSE Index performt mit +0,42 % leicht positiv. Aus der markttechnischen Perspektive kann der Nikkei-Index somit weiterhin an seinem Ausbruch aus der zuvor überwundenen Konsolidierung arbeiten.

Nikkei 225 Chartanalyse

EUR/USD

Wie erwartet hat das Währungspaar die erste relevante Unterstützung in etwa im Preisbereich der 100-Tagedurchschnittslinie gefunden und erholt sich gegen Ende der Woche. Die Gesamtperformance bleibt dennoch aufgrund des starken Einbruchs zu Beginn der Woche negativ. Schwache Inflationsdaten aus den USA trugen zur aktuellen Erholung bei. Die Wahrscheinlichkeit eines Zinsschrittes in den USA ist damit leichtgefallen, wird von der CME heute Morgen dennoch mit 78,5 % berechnet.

EURUSD Chartanalyse

Gold und Silber

Gold schließt gegenüber der Vorwoche unverändert ab. Silber bricht zwar ein, schließt die Woche jedoch, aus der markttechnischen Perspektive, oberhalb der zuvor unterschrittenen Trendlinie. Letzter wichtiger Unterstützungsbereich liegt zwischen 15,70-16 US-Dollar je Feinunze. Gold notiert erneut unterhalb des 200-Wochendurchschnitts, was jedoch unter den gegebenen Umständen nicht über zu bewerten wäre. Gold bleibt im Große und Ganzen konsolidativ, sofern das große, zulaufende, technische Dreieck nicht überwunden werden kann.

Gold Chartanalyse

Öl

Der Ölpreis kann sich im Laufe der Woche erholen. Vor allem die Sorte Brent schließt weiterhin innerhalb des leichten, mittelfristigen Aufwärtstrends ab. Positiv wirkten sich die stark gefallenen US-Bestände aus, sowie einige Aussagen zur Verlängerung der Produktions-Cuts seitens der OPEC und möglicherweise Russland.

Ölpreis Chartanalyse

Konjunkturdaten in dieser Woche

  • China Einzelhandelsumsätze (Apr), Industrieproduktion (Apr), Direktinvestitionen (Apr),
  • DE ZEW Konjunkturerwartungen (Mai), Erzeugerpreisindex (Apr)
  • EU Handelsbilanz (Mrz), BIP (Q1), ZEW Konjunkturerwartungen (Mai), VPI (Apr), Verbrauchervertrauen (Mai)
  • USA NAHB Immobilienmarktindex (Mai), Baugenehmigungen (Apr), Baubeginne (Apr), Industrieproduktion (Apr), Kapazitätsauslastung (Apr), API und EIA-Rohölbestände, Erst- und Folgeanträge auf Arbeitslosenhilfe, Philly Fed Herstellungsindex (Mai), FED Rede Mester (Falke) und Bullard (Taube)
  • GB Einzelhandelspreisindex, Erzeugerpreisindex, VPI (Apr), Arbeitslosenquote, Durchschnittseinkommen (Apr), Einzelhandelsumsätze (Apr),
  • JAP Industrieaktivitätsindex (Mrz), Industrieproduktion, Kapazitätsauslastung (Mrz), BIP (Q1).

Wöchentlicher Markt-Update 08. Mai 2017

Markt-Update 08. Mai 2017

EU und US-Aktien schließen die letzte Woche positiv ab, Chinas Börsen performen weiter negativ, japanische Aktien erholen sich deutlich. Öl und Gold negativ, EUR/USD im Vorfeld der Wahlen stark, danach schwächer.

EU-Aktien

EU-Aktien schließen in der vergangenen Woche freundlich ab. Der DAX Index ging mit insgesamt + 3,21 % aus dem Handel, der EU Stoxx 50 Index beendete den Handel mit einem Plus von 3,74 %. Von neunzehn beobachteten Sektoren waren achtzehn Gewinner darunter Banken, Versorger, Lebensmittel, Telekommunikation, Bau- und Infrastruktur. Nur ein Sektor performte negativ, Rohstoffe. Die Futures eröffnen heute Morgen mit einem leichten Rücksetzer, nachdem Macron die zweite Runde am Sonntag für sich entschieden hat. Ein möglicher Sell The Fact Effekt. Dabei testet der DAX Future die zuvor überwundene, kurzfristige Trendlinie an. Sofern der Index darüber bleibt, sollte der aktuelle Trend kaum in Frage gestellt werden.

DAX Wochenkerzen

US-Aktien

In den USA performten Aktien in der vergangenen Woche ebenfalls positiv. Der S&P 500 Index geht mit einem gesamten Plus von 0,77 % auf Wochenbasis aus dem Handel, der DJIA Index beendet den Handel mit +0,40 %. Der NASDAQ Index performt mit +1,19 % erneut am besten. Beste Sektoren waren Airlines, PC Hardware, Technologie, Internet sowie Bau- und Infrastruktur. Fünf von sechszehn Sektoren performten negativ. Goldminen, Telekommunikation, Automobile, Öl und Gas sowie Biotechnologie. Markttechnisch eröffnet der S&P 500 Future heute Morgen mit Schwäche und testet das in der vergangenen Woche überwundene Allzeithoch aus Februar leicht an.

SPX Wochenkrezen

Asien Aktien

Aktien aus Asien gehen in der vergangenen Woche gemischt aus dem Handel . Der japanische Nikkei kann sich deutlich erholen (letzte Hälfte der Woche nicht gehandelt) und setzt auch in dieser Woche seinen Ausbruch aus der Konsolidierungsphase fort. Damit folgt er einem schwächeren japanischen Yen gegen den US-Dollar. Auch das Währungspaar USDJPY bricht aus dem Abwärtstrend aus. Der chinesische Hang Seng schließt die letzte Woche leicht negativ mit -0,20 % ab. Heute Morgen geht der Hang Seng Index mit einem Plus von 0,40 % aus dem Handel.

Nikkei Wochenkerzen

EUR/USD

Ich habe mich in diesem Bericht Euro bullisch? ausführlich zum EUR/USD Kurs geäußert. Der Kurs gewinnt in der vergangenen Woche 0,94 % und testet die 1,10 US-Dollar je Euro nun an. Ein Rücksetzer wäre aus meiner Sicht wahrscheinlich, in Anbetracht dessen, dass die Wahlen in Frankreich nun vorbei sind und der Fokus auf der höheren Wahrscheinlichkeit mehrerer Zinsschritte in den USA liegt. Ein Ausbruch wäre hingegen ein Signal dafür, dass die Zinsschritte größtenteils eingepreist sind. Der US-Dollar Index bleibt, meiner Meinung nach, weiterhin in seinem Korrekturtrend, jedoch innerhalb des langfristigen Aufwärtstrends. Erst ein Unterschreiten des 100-Wochendurchschnitts könnte, aus meiner Sicht, den Trend in Frage stellen.

EUR/USD Wochenkerzen

Gold und Silber

Gold bleibt weiterhin schwach, denn Inflationserwartungen fallen erneut, die größten politischen Risiken sind erst einmal vom Tisch und der nächste Zinsschritt der FED könnte nun mit hoher Wahrscheinlichkeit im Juni kommen. Damit schaffte es der Goldpreis nicht über die mittelfristige Abwärtstrendlinie und bleibt innerhalb des großen zulaufenden Dreiecks gefangen. Sofern kein Ausbruch erfolgt, dürften die Aussichten eher mau bleiben. Silber weist hier wie immer einen stärkeren Preisverfall auf und kratzt bereits an der unteren Trendlinie. Kurse unterhalb von 15,50 US-Dollar je Feinunze sollten als kritisch betrachtet werden.

Gold Wochenkerzen

Öl

Die Lage spitzt sich weiter zu im Ölpreis. Die wichtigen Unterstützungen konnten in der vergangenen Woche unterschritten werden. Positiv jedoch, dass der Preis nicht unterhalb dieser Unterstützungen geschlossen hat. Auf Wochenbasis verlor Brent 4,96 %, WTI 5,68 %. US-Bestände verzeichneten Abbauten, die jedoch den Verfall zunächst nicht retten konnten. Der Oil Rig Count zählte einen erneuten Aufbau aktiver Plattformen. Schließen die Preise unterhalb der genannten Unterstützungen, wird es kritisch. Der Preis kann sich zum Ende der Woche leicht erholen, nachdem Saudi-Arabien eine mögliche Verlängerung der Produktionscuts ins Jahr 2018 in den Raum geworfen hat. Ich bin bereits zuvor auf trading-treff.de auf den Ölpreis hier eingegangen. Diesen Bericht werde ich in Kürze konkretisieren.

Brent Wochenkerzen

Konjunkturdaten in dieser Woche

  • China Handelsbilanz (Apr), Exporte, Importe, Devisenreserven, Erzeugerpreisindex (Apr), VPI (Apr).
  • DE Werksaufträge (Mrz), Industrieproduktion (Mrz), Handelsbilanz (Mrz), VPI (Apr), BIP (Q1).
  • EU Mario Draghi Rede, EU Kommission Prognosen, Industrieproduktion (Mrz).
  • USA JOLTS Stellenangebote (Mrz), Export- Importpreisindex (Apr), Erzeugerpreisindex (Apr), Erstanträge auf AH, Folgeanträge auf AH, VPI (Apr), API- EIA Rohölbericht, Baker Hughes Oil Rig Count. FED-Reden: Bullard (Falke), Mester (Falke), Rosengren (Taube), Kaplan (Taube), Dudley (Taube), Evans (Taube), Harker (Falke).
  • GB BRC Einzelhandelsumsätze (Apr), NS verarbeitendes Gewerbe, Industrieproduktion (Marz), Handelsbilanz (Mrz), Bank of England Zinsentscheid, Inflationsbericht, Sitzungsprotokoll, NIESR BIP-Schätzung (Apr).
  • JAP BoJ Zusammenfassung, Index gesamtwirtschaftliche Aktivität (Mrz), führender Wirtschaftsindex (Mrz).

Viel Erfolg!

David Iusow

Aktien-Update

Aktien-Update 18. April 2017

EU Aktien schließen am Donnerstag schwach ab, US-Aktien performen am Montag positiv, Japanische Aktien schließen am Dienstag positiv ab, Chinas Börsen performen hingegen negativ.  

EU Aktien-Update

EU-Aktien schließen am Donnerstag negativ ab. Der DAX Index geht mit einem Minus von 0,38 % aus dem Handel. Der EU Stoxx 50 Index beendet den Handel mit -0,58 %. Beste Sektoren waren in der EU Reisen und Freizeit, Einzelhandel, persönliche Haushaltsgüter und Immobilien. Von neunzehn beobachteten Sektoren performten fünfzehn negativ darunter Banken, Öl und Gas, Automobile, Telekommunikation, Versorger, Bau- und Infrastruktur.

Markttechnisch betrachtet bleibt der DAX Future trotzt der Schwäche, innerhalb des kurzfristigen Aufwärtstrends. Wichtige, kurzfristige Unterstützungen, sind nach wie vor die Kursbereiche 12.000, 11.900 sowie der 100-Tagedurchschnitt, der aktuell bei 11.690 Punkten verläuft (siehe auch Chart der Woche). Mittelfristig dürfte die Kurszone um 11.455 Punkte eine stabile Unterstützung bieten.

Das untere saisonale Chart, zeigt die durchschnittliche Entwicklung des DAX-Index seit 1960 im April. Demnach liegt zumindest die Saisonalität noch auf der Seite deutscher Aktien. In der letzten April-Woche schwächt sich die historische Performance deutlich ab.

Performance DAX April

US Aktien-Update

In den USA performten Aktien am Montag deutlich positiv. Der S&P 500 Index geht mit einem Plus von 0,86 % aus dem Handel, der DJIA Index beendet den Handel mit +0,90 %. Der NASDAQ Index performt mit +0,89 % ebenfalls positiv. Beste Sektoren waren Banken, Internet, Transport, Airlines, Halbleiter und Automobile. Es gab nur einen Verlierer von sechzehn beobachteten Sektoren, Pharma.

Markttechnisch bewegt sich der S&P 500 Index weiterhin innerhalb des kurzfristigen Korrekturtrends. Unterstützt wird der Future sehr gut von der Kurszone zwischen 2.300-2320 Punkten. Kurse über 2.370 Punkte, dürften die erste technische Indikation für das Ende des Korrekturtrends sein.

Auch bei US-Aktien gehört der April an der durchschnittlichen Performance gemessen zu einem starken Monat. Wobei auch hier, zum Ende des Monats hin, die Performance etwas nachlässt.

S&P 500 Index Performance April

Asien Aktien-Update

Die Asien Session beendete der japanische Nikkei Index am Dienstag mit einem Plus von 0,31 %. Eine erste leichte Erholung nach dem herben Absturz in der vergangenen Woche, in Folge des Einbruchs beim Währungspaar USDJPY unter die relevante Unterstützung bei 110 japanische Yen je US-Dollar. Der Nikkei-Future notiert damit nahe des 100-Wochendurchschnitts, der aktuell bei 18.045 Punkten verläuft. Fällt er darunter, wird es aus der markttechnischen Perspektive kritisch. Dann könnte der 200-Wochendurchschnitt als nächstes relevante Ziel ins Visier geraten.

Nikkei Index Chartanalyse

Chinas Börsen schließen am Dienstag, wie auch am Montag negativ ab. Der Hang Seng beendete den Handel mit -0,83 % sowie der SSE Index mit -0,44 %. Das trotz eines überraschend besser als erwartet ausgefallenem BIP-Wachstums im ersten Quartal 2017. Einige Analysten gehen davon aus, dass die chinesische Regierung aufgrund des positiven Wachstums, zuvor beschlossene Lockerungsmaßnahmen zurücknehmen wird.

Konjunkturdaten in dieser Woche

  • China BIP Wachstum (Q1), Einzelhandelsumsätze (Feb), Immobilienpreisindex (Mrz), Industrieproduktion (Feb),
  • Japan Bank of Japan Kuroda Rede, Handelsbilanz (Mrz), Nikkei PMI verarbeitendes Gewerbe (Apr), Industrieaktivität Tertiärsektor (Feb).
  • Deutschland Erzeugerpreisindex (Mrz), Markit Einkaufsmanagerindex gesamt (Apr), Einkaufsmanagerindex Dienstleistungen, Einkaufsmanagerindex verarbeitendes Gewerbe (Apr).
  • EU Verbraucherpreisindex (Mrz), Handelsbilanz (Feb), Verbrauchervertrauen (Apr), Einkaufsmanagerindex Dienstleistungen und verarbeitendes Gewerbe (Apr), Markit Gesamt Einkaufsmanagerindex (Apr).
  • USA NAHB Immobilienmarktindex (Apr), Hausbaubeginne und Baugenehmigungen (Mrz), Industrieproduktion (Mrz), Kapazitätsauslastung (Mrz), API-EIA Rohölbestand, Beige Book, Erst- und Folgeanträge auf Arbeitslosenunterstützung, Philly FED Herstellungsindex (Apr), Markit PMI Herstellung, Dienstleistungen, Gesamt (Apr), Verkäufe bestehender Häuser (Mrz), Baker Hughes Oil Rig Count.

Liste mit wichtigen Quartalsergbnissen in dieser Woche:

Quartalsergebnisse USA

Viel Erfolg!

David Iusow

Markt-Update 03. April 2017

Markt-Update 03. April 2017

EU Aktien schließen am Freitag positiv ab, US-Aktien performten gegen Ende der Woche negativ, Asien schließt am Montagmorgen positiv ab, US-Dollar gibt am Montag leicht nach, Gold kaum verändert, Öl leicht schwächer.

Aktien

EU Aktien schließen am Freitag überwiegend positiv ab. Der DAX-Index geht mit +0,46 % aus dem Handel, der EU-Stoxx 50 Index beendet den Handel mit +0,56 %. Am Montagmorgen deuten Futures-Kurse weiterhin Stabilität an. Beste Sektoren in der EU waren Immobilien, Medien, Versorger, Einzelhandel, Reisen und Freizeit und Technologie. Von neunzehn beobachteten Sektoren, haben fünf negativ performt. Rohstoffe, Versicherungen, Gesundheit, Öl und Gas sowie Lebensmittel und Getränke.

In den USA haben Aktienindizes am Freitag schwach abgeschlossen. Der breit gefasste S&P 500 Index beendete den Handel mit -0,23 %, der Dow Jones Industrials Index ging mit -0,31 % aus dem Handel. Der Nasdaq Index schloss mit einem leichten Minus von 0,04 % ab. Beste Sektoren in den USA waren Goldminen, Versorger, Software, Halbleiter und Biotechnologie. Von sechszehn beobachteten Sektoren waren elf Verlierer, darunter Banken, Telekommunikation, Airlines, Transport und Pharma. Aus der markttechnischen Perspektive scheinen vor allem der Dow Jones Industrials als auch der S&P 500 Indizes, sich kaum aus ihrer seit Anfang März bestehenden Korrektur lösen zu können.

Asien schloss den Handel am Montagmorgen überwiegend positiv ab. Der japanische Nikkei Index beendete den Handel mit 0,73 %. Der Hong-Konger Hang-Seng Index ging mit +0,31 % aus dem Handel, der Festland SSE Index schloss den Handel mit einem Plus von 0,38 %.

US-Dollar

Der US-Dollar Index baute gegen Ende der vergangenen Woche seine Erholung weiter, bis auf 100,50 Punkte, aus. Heute Morgen korrigiert der Index leicht und notiert bei 100,26 Punkten. Damit hat der Index es im Rahmen des Kursverfalls und der potentiellen Top-Bildung nicht geschafft, den ersten relevanten Unterstützungsbereich zwischen 98,50-98,80 Punkten zu unterschreiten. Der langfristige Aufwärtstrend scheint weiterhin intakt zu sein. Kurse über 101 Punkten, könnten den Trend wieder bestätigen.

Der EUR/USD Kurs reagiert auf die Erholung des US-Dollar gleichermaßen. Er stürzt in der vergangenen Woche um mehr als 2 US-Cent ab. Sofern der Kurs über 1,06 US-Dollar je Euro bleibt, wäre eine volatile Seitwärtsphase denkbar. Bei Kursen deutlich unterhalb 1,06 US-Dollar je Euro, könnte sich die Abwärtsdynamik verstärken und die technische Bodenbildung wäre in diesem Fall mit hoher Wahrscheinlichkeit vom Tisch. COT-Daten per letzte Woche Dienstag zeigen einen weiteren Abbau der Nettoshort-Position. Der Absturz im Euro ist in diesen Daten allerdings noch nicht enthalten.

Anleihen

Der Kurs für die deutsche Bundesanleihe in Form des Juni Bund-Futures, setzt auch zu Beginn der aktuellen Woche seine Erholung in den langfristigen Aufwärtstrend hinein, fort. Die Korrekturphase ist allerdings noch intakt. Heisst: Der langfristige Trend muss sich nicht zwingend fortsetzen. Es kann sich auch um eine längerfristige Top-Bildung handeln. Aktuell sieht es allerdings nach der Fortsetzung der Erholung aus. Erst bei Kursen oberhalb 164,50 Punkten, dürfte die Korrekturphase, nach markttechnischen Kriterien, beendet sein und der langfristige Trend wieder intakt werden.

Der T-Note Future (Kurs für US-Treasuries) fiel gegen Ende der letzten Woche leicht zurück. Aber auch hier: Die Erholung könnte sich weiter fortsetzen und erst Kurse oberhalb von 125,60 Punkten dürften die technische Bodenbildung bestätigen.

Gold

Der Goldpreis bleibt im Vergleich zu Freitag kaum verändert. Auf Tagesbasis sieht es weiterhin nach einem Doppel-Top aus, das sich im Preisbereich des 200-Tagedurchschnitts ausgebildet hat. Kurse über 1.264 US-Dollar je Feinunze dürften den kurzfristigen Aufwärtstrend weiter in Richtung 1.300 US-Dollar antreiben. Fällt der Goldpreis kurzfristig weiter zurück, dann könnte der Preisbereich bei 1.215 US-Dollar je Feinunze angesteuert werden.

Mittelfristig betrachtet, spricht einiges für eine Seitwärtsphase im Goldpreis. Derweil notiert der Silberpreis erneut oberhalb der beiden Widerstände (200-Wochendurchschnitt und mittelfristige Abwärtstrendlinie). Die Gold-Silver-Ratio bewegt sich zwar immer noch innerhalb einer Konsolidierungsphase, aber erneut unterhalb des 200-Wochendurchschnitts. Weiterer Verfall in der Gold-Silver-Ratio unterhalb des 200-Wochendurchschnitts, könnte möglicherweise die Outperformance von Silber gegenüber Gold dynamisieren.

Öl

Die Preise für beide Sorten Rohöl (WTI und Brent) konnten sich gegen Ende der vergangenen Woche ebenfalls erholen. Damit haben die wichtigen 100-Wochendurchschnitte gehalten. Im Brent-Preis würden Kurse über 55 US-Dollar je Fass auf mehr Stabilität im Preis hindeuten. Im WTI-Preis dürften erst Kurse über 52 US-Dollar je Barrel mehr positive Tendenzen andeuten.

 

Heutige Konjunkturdaten:

  • JAP Tankan Großindustrie CAPEX (Q1), Tankan Dienstleistungsindex (Q1), Tankan Herstellungsindex (Q1), Große Produktionsprognose (Q1), Nikkei PMI verarbeitendes Gewerbe (Mrz).
  • DE Einkaufsmanagerindex verarbeitendes Gewerbe (Mrz).
  • EU Einkaufsmanagerindex verarbeitendes Gewerbe (Mrz), Arbeitslosenquote (Feb), Erzeugerpreisindex (Feb).
  • GB Markit PMI verarbeitendes Gewerbe (Mrz).
  • USA Markit PMI Herstellung (Mrz), ISM bezahlte Preise (Mrz), ISM verarbeitendes Gewerbe (Mrz), Konstruktionsausgaben, FED- Dudley (Taube), FOMC-Harker (Falke), FED Lacker (Falke).

 

Markt-Update 30. März

Markt-Update 30. März 2017

EU Aktien schließen am Mittwoch positiv ab, US-Aktien performen weiterhin gemischt, Asien schließt am Donnerstagmorgen negativ ab, US-Dollar erholt sich weiter, Gold leicht schwächer, Öl mit Erholung

Aktien

EU Aktien schließen am Mittwoch positiv ab. Der DAX Index geht mit +0,44 % aus dem Handel, der EU Stoxx 50 Index beendet den Handel mit +0,29 %. Beste Sektoren in der EU waren Financial Services, Öl und Gas, Rohstoffe, Immobilien, persönliche Haushaltsgüter, Gesundheit. Von neunzehn beobachteten Sektoren performten nur drei leicht negativ, Banken, Reisen und Freizeit sowie Telekommunikation.

In den USA schlossen Aktienindizes gemischt ab. Der Dow Jones Industrials Index schliesst den Handel mit einem Minus von 0,20 % ab. Hingegen beendet der Nasdaq Index den Handel mit einem Plus von 0,43 %. Der breit gefasste S&P 500 Index geht mit einem leichten Plus von 0,11 % aus dem Handel. Beste Sektoren in den USA waren Öl und Gas, Internet, Goldminen, Biotechnologie und PC Hardware. Von sechzehn beobachteten Sektoren performten acht negativ, darunter Airlines, Banken, Versorger, Transport und Halbleiter.

Während der Asien-Session schloss der japanische Nikkei mit -0,87 % negativ ab. Auch der Hong-Konger Hang-Seng Index ging mit -0,32 % negativ aus dem Handel. Der Festland SSE Index beendete den Handel mit -0,84 %. Zu US-Aktien haben ich mich generell auch in dem letzten Beitrag geäußert.

US-Dollar

Der US-Dollar Index fand seine Unterstützung genau an der Nackenlinie der grossen SKS-Formation bei 98,60 Punkten. Hier verläuft gleichzeitig der 200-Tagedurchschnitt. Unterstützt durch weitere Aussagen einiger führenden FED-Mitglieder, scheint die Wahrscheinlichkeit für mehrere Zinsschritte in diesem Jahr erneut zu zunehmen.

Der EUR/USD-Kurs erfuhr neben dem wieder stärkeren US-Dollar einen Dämpfer seitens der EZB. Einem Bericht von Reuters zu Folge, sollen einige EZB-Insider sich zu dem aktuellen EUR/USD Kurs geäußert haben und gemeint, Marktteilnehmer würden die letzten Aussagen des EZB-Präsidenten überinterpretiert haben.

Was auch immer das heißen mag? Ist ja nicht so also ob es nicht auch andere Gründe für die Erholung des Euro gäbe, wie etwa der Realzinsunterschied zwischen der EU und den USA. Damit bewegt sich der EUR/USD Kurs jedoch erneut unterhalb der Nackenlinie der iSKS-Formation, die in der vergangenen Woche überschritten werden konnte.

Es sieht danach aus, als würde man das Währungspaar zwingend weiterhin innerhalb einer engen Spanne halten wollen. In diesem Beitrag hier bin ich, was den EUR/USD angeht, auf die aktuelle Positionierung an den Terminmärkten eingegangen. Diese unterstützen meiner Meinung nach, eher einen wieder fallenden Euro, sofern man diese als Kontraindikation heranzieht.

Anleihen

Kurse für deutsche Bundesanleihen können sich weiterhin erholen. Der Juni Futures Kontrakt notiert jetzt bereits wieder oberhalb des 100-Wochendurchschnitts und der zuvor unterschrittenen Trendlinie über 160 Punkte. Auch hier hat der EZB-Bericht den Push nach oben weiter verstärkt. Damit sieht es aktuell nach einem Fehlausbruch aus.

Der Future auf die 10-jährigen Treasury-Notes bewegt sich weiterhin innerhalb der zuvor unterschrittenen Spanne, in die er in der vergangenen Woche wieder eingetreten ist. Er gibt in den letzten beiden Tagen jedoch mit einem sich erholenden US-Dollar wieder leicht nach.

Gold

Der Goldpreis kann an seine Stärke von letzter Woche in den letzten beiden Tagen nicht anknüpfen, denn wie zuvor vermutet, gewann der Goldpreis größtenteils mit einem schwächeren US-Dollar an Wert. Somit hat der Goldpreis zwar den 200-Wochendurchschnitt wieder überschritten, er hat das aktuelle Jahreshoch bei 1.264 US-Dollar je Feinunze noch nicht überschreiten können. Der Silberpreis zeigt in etwa dasselbe Bild. COT-Daten von letzter Woche deuten keine nennenswerten Veränderungen in den Positionierungen an.

Öl

Die Preise für beide Sorten Rohöl (WTI und Brent) bleiben weiterhin unterstützt durch die 200-Wochendurchschnitte und erholen sich in den letzten Tagen ein wenig. US-Bestände steigen weiter. Der API-Bericht verzeichnete einen Aufbau über den Erwartungen, der EIA-Bericht hingegen unter den Erwartungen. Allerdings dürften nun die saisonalen Effekte nachlassen und der Bestandsaufbau aufgrund dessen wahrscheinlich geringer werden.

 

Heutige Konjunkturdaten:

  • EU Verbrauchervertrauen (Mrz), Stimmung im Dienstleitungssektor (Mrz), wirtschaftliches Vertrauen (Mrz), Geschäftsklimaindex (Mrz),
  • DE VPI (Mrz)
  • USA Erst- und Folgeanträge auf Arbeitslosenhilfe, Q4 BIP annualisiert, persönliche Konsumausgaben (Q4)
  • JAP VPI (Feb), Job/Bewerber Verhältnis (Feb), Arbeitslosenquote (Feb) Gesamte Haushaltsausgaben (Feb), Industrieproduktion (Feb).