Platzt die Bitcoin-Blase bald oder nicht?

Die Sache mit der Bitcoin-Blase

Liebe Leser,

der Bitcoin oder besser gesagt die Bitcoin-Blase, ist aktuell in aller Munde, denn der Preis hat sich alleine in diesem Jahr verdoppelt. Rein markttechnisch betrachtet, sieht es stark nach einer Blasenbildung aus. Ich persönlich vertrete jedoch die Meinung, dass das fundamental betrachtet, ebenfalls der Fall sein könnte. Sie fragen sich höchstwahrscheinlich woher ich meine Überzeugung her nehme. Denn es ist ja nicht so, als wäre ich Experte auf dem Gebiet Kryptowährungen. Geschweige denn verstehe ich wie eine Blockchain aufgebaut ist oder was sie tatsächlich ausmacht.

wann platzt die bitcoin-blase?

Nein da haben Sie recht. Mein Wissenstand, was Kryptowährungen angeht, ist ziemlich gering. Wenn ich ehrlich bin, haben mich Kryptowährungen noch vor ein Paar Monaten kaum interessiert. Ich gehe trotzdem soweit zu sagen, dass der Bitcoin als echte Alternativwährung zurzeit keine nennenswerten Chancen hat. Meine Einschätzung basiert dabei weniger auf der Technik und den ganzen Details rund um den Bitcoin selbst. Sie basiert auf den Eigenschaften einer stabilen und akzeptierten Währung.

Das ist es. Nicht mehr und nicht weniger. Ich halte es aufgrund dessen für unwahrscheinlich, dass der Bitcoin oder eine andere nicht von der Regierung akzeptierte, digitale Währung derzeit eine echte Chance darauf hat, mehr als nur eine Spekulation zu sein. Für mich ist z.B. klar: Eine echte Währung muss das Vertrauen der Menschen in ihre Stabilität haben.

Alleine diese Eigenschaft kann ich im Falle des Bitcoins jedoch verneinen. Jetzt können Sie natürlich einwenden, dass man das Vertrauen in die Notenbanken und in das Währungssystem längst verloren hat. Auch dieses Argument geht, meiner Meinung nach, am eigentlichen Thema vorbei.

Der Bitcoin entzieht sich dem demokratischen Rechtssystem

Es geht nämlich nicht um die Institutionen, in die Sie Vertrauen haben sollten. Institutionen sind nur die ausführenden Organe. Es geht um das System, dass mit Hilfe von Gesetzen und der Regulierung kontrolliert wird. Nur mit Hilfe dieser Gesetze und der entsprechenden Regulierung kann ein gewisses Vertrauen in ein System aufgebaut und schließlich auch langfristig orientierte Investoren angezogen werden. Ein demokratisches Rechtssystem. Darin leben wir seit vielen Jahren und darauf basiert auch unser Währungssystem.

Wenn ich also immer wieder lesen oder hören muss, wie toll doch der Bitcoin ist, weil er sich diesem System entzieht, muss ich mich immer wieder fragen, ob ich derjenige bin, der nicht verstanden hat, was der Zweck der gesetzlichen Regulierung ist oder die anderen. Ist klar, dass ich eher zum letzteren tendiere, auch wenn es etwas arrogant klingt. Aber besser arrogant als am Ende pleite.

Denn, am Ende wird es auch der letzte merken. Spätestens dann, wenn die Bitcoin-Blase geplatzt ist, die Liquidität aber nicht ausreicht, um glimpflich aus der Misere zu kommen. Dann versteht vielleicht auch der letzte, was mit “Vertrauen in eine Währung” gemeint ist. Nicht das Vertrauen in eine Institution, sondern in ein Recht, das einem zusichert sein Kapital zu jeder Zeit umschichten zu können.

Und falls Sie immer noch denken, “was weiss der denn schon”. Dann empfehle ich Ihnen diesen Beitrag zu lesen. “My great bitcoin bungle”. Der Autor dieses Blogs hat mehr als zwanzig Jahre Erfahrung im institutionellen Handel und tatsächlich auch Erfahrung im Handel von Bitcoins. Vielleicht wird Sie seine Meinung überzeugen können.

Viel Erfolg!

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