Markt-Update 27. März

Markt-Update 27. März 2017

EU Aktien schließen am Freitag leicht positiv ab, US Aktien bleiben weiterhin schwach, in Asien endete der Handel überwiegend negativ, US-Dollar tendiert weiter zur Schwäche, Gold gewinnt, Ölpreis schwächelt

Aktien

EU Aktien schließen am Freitag positiv ab. Der DAX Index beendet den Handel mit einem Plus von 0,20 %. Der EU Stoxx 50 Index geht mit +0,25 % aus dem Handel. Beste Sektoren waren Technologie, Automobile, Medien, Versorger, Bau und Infrastruktur und Chemie. Von neunzehn beobachteten Sektoren performten zwölf negativ, darunter Öl und Gas, Versicherungen, Financial Services, RohstoffeKonjunkturdaten allen voran die Einkaufsmanagerindizes fielen deutlich über den Erwartungen aus und schoben deutsche sowie europäische Aktie gegen Ende der Woche an. Heute Morgen eröffnet der DAX Future wegen einem starken Euro schwächer.

US-Aktien beenden den Handel am Freitag überwiegend schwach. Der S&P 500 Index geht mit einem Minus von 0,08 % aus dem Handel, der Dow Jones Industrials Average Indes beendet den Handel mit -0,29 %. Der Nasdaq Index performt mit +0,19 % positiv. Beste Sektoren waren Automobile, Halbleiter, Airlines, Versorger und Biotechnologie. Von sechszehn beobachteten Sektoren performten sieben negativ, darunter Chemie, Öl und Gas, Goldminen, Pharma und PC Hardware. In den USA enttäuschten Konjunkturdaten (langlebige Gebrauchsgüter und Einkaufsmanagerindizes). Heute Morgen eröffnen die Futures allesamt schwach, weil die US-Administration es anscheinend nicht geschafft hat die Gesundheitsreform im Kongress durch zu bringen.

Marktteilnehmer könnten das als ein Signal über die Uneinigkeit innerhalb der eigenen Partei werten und der Realität bezüglich weiterer Reformen nun ins Auge sehen. Der japanische Nikkei beendete den Handel ebenfalls schwach am Montagmorgen, mit einem Minus von 1,55 %. Der Hong-Konger Hang Seng geht ebenfalls negativ mit -0,28 % aus dem Handel, der Shanghai Composite Index beendet den Handel mit +0,12 %.

US-Dollar

Der US-Dollar Index verhielt sich in der vergangenen Woche nahezu unverändert, heute Morgen gibt er jedoch mit einem stärkeren Euro deutlich nach. Der EUR/USD-Kurs eröffnet in der Nacht mit einem starken Up-Gap. Berichten zu Folge läge das teilweise auch am erfolgreichen Abschneiden der CDU bei den Wahlen in Saarland. Hauptsächlich jedoch dürfte auch das Platzen der Gesundheitsreform für einen schwächeren US-Dollar sprechen.

Damit bricht der EUR/USD-Kurs deutlich über die Nackenlinie, der von mir angesprochenen iSKS-Formation. Nächstes Ziel könnte der 200-Tagedurchschnitt bei etwa 1,088 US-Dollar je Euro sein. In einem späteren Beitrag beleuchte ich die COT-Positionen für Euro FX Futures. Diese wurden zuletzt von den Medien oft erwähnt.

Anleihen

Kurse für deutsche Bundesanleihen können sich weiterhin erholen. Der Juni Futures Kontrakt notiert allerdings immer noch unterhalb des 100-Wochendurchschnitts. Warum Anleihen sich nun wieder erholen könnten, habe ich zum einen in diesem Beitrag Ist der Bulle am Anleihemarkt tot? ein wenig erläutert.

Neben den sich womöglich etwas abschwächenden Inflationsdaten sowie einer weniger hawkishen FED, gesellt sich nun die Unklarheit über die geplanten Reformen in den USA dazu. Die Juni Futures für die zehnjährigen Treasuries notieren aktuell erneut innerhalb der zuvor unterschrittenen Konsolidierungsformation und deuten somit eine mögliche Bodenbildung an. Kurse über 125,50 Punkten, könnten den technischen Boden bestätigen.

Gold

Der Goldpreis überwindet erneut den 200-Wochendurchschnitt. Der schwache US-Dollar wirkt unterstützend. Sollte sich diese Schwäche im US-Dollar weiter fortsetzen, wäre es vorstellbar, dass der Goldpreis in Richtung 1.300 US-Dollar je Feinunze steigt. Spätestens dort, sollte er allerdings auf einen deutlichen Widerstand treffen. COT-Daten zeigen per letzte Woche Dienstag einen leichten Aufbau bei den Nettolongs. Silber Nettolongs wurden hingegen leicht abgebaut.

Öl

Die Preise für beide Sorten Rohöl (WTI und Brent) brechen heute Morgen weiter ein, nachdem in der vergangenen Woche US-Rohölbestände sowie der Oil Rig Count erneut deutlich und über den Erwartungen gestiegen sind. Auch der schwache US-Dollar kann momentan nicht helfen. Das OPEC-Treffen in Kuweit konnte keinen Marktteilnehmer beeindrucken, handelte es sich doch nur um ein rein informelles Treffen, im Rahmen dessen Entscheidungen nicht getroffen werden.

Man würde eine Verlängerung der Kürzungen prüfen, aber auch das ist nichts Neues. Derweil hat sich jedoch Russland noch nicht für eine Verlängerung der Kürzungen ausgesprochen. Da Russland auch jetzt schon nur eine geringe Beteiligung an den vereinbarten Kürzungen erreicht hat, schürt das weitere Sorgen über ein erhöhtes Angebot.

 

Heutige Konjunkturdaten: DE Ifo Geschäftsklimaindex (Mrz.), USA Dallas Herstellungsindex (Mrz.)

Ereignisse in dieser Woche: DE Ifo Geschäftsklimaindex, JP Einzelhandelsumsätze (Feb), USA Case-Shiller Hauspreisindex (Jan), Verbrauchervertrauen (Mrz), GB Konsumentenkredite (Feb), Hypothekengenehmigungen (Feb), Artikel 50 Beginn der Brexit Verhandlungen, USA schwebende Hausverkäufe (Feb), US Rohölbestände, DE Verbraucherpreisindex (Mrz), USA Erst- und Folgeanträge auf Arbeitslosenhilfe, US Bruttoinlandsprodukt (Q4 Revision), persönliche Konsumausgaben, JP Verbraucherpreise (Mrz), Arbeitsmarktdaten (Feb), Industrieproduktion (Apr), CNY Produktionsmanagerindizes (Mrz), DE Einzelhandelsumsätze, Arbeitslosenquote, GB Bruttoinlandsprodukt (Q4), EU Verbraucherpreisindex (Mrz), USA persönliche Einkommen, PCE-Konsumausgaben (Mrz), Chicago Einkaufsmanagerindex (Mrz).