DSGVO

DSGVO Anpassungen

Liebe Leser,

in den letzten Tagen musste ich meinen Blog dem neuen DSGVO anpassen. Ich kann Ihnen sagen, dass mich das durchaus einige Nerven gekostet hat. Aber anscheinend soll das Ganze den Nutzer/Leser dafür sensibilisieren, sich besser um seine Daten zu kümmern. Auch wenn etwas aufwändig für uns Blogger, etwas Gutes hat das Ganze dann doch, wie es scheint. So werden nun einige fragwürdige Geschäftsmodelle, wie etwa das der Schufa, im Rahmen der neuen Verordnung infrage gestellt und das ist auch gut so für uns Verbraucher.

Diese Anpassungen sind hier im Blog erfolgt

  • Es wurde ein Datenverzeichnis angelegt
  • Ich habe natürlich die Datenschutzerklärung angepasst. Die aktualisierte können Sie hier nachlesen.
  • Es wurde ein Datenverarbeitungsvertrag mit meinem Hoster geschlossen.
  • Alle Plugins, die nicht DSGVO-konform sind, wurden deaktiviert.
  • Als Social Media wird derzeit nur Twitter genutzt, da hier jedoch nur eine Verlinkung gesetzt ist, ist ein ADV-Vertrag mMn nicht notwendig.
  • Ich habe das Google Analytics Konto gelöscht, da ich es eh nicht brauche. Genutzt wird derzeit das WP Statistics für Auswertungen. Da sich hier die Daten auf einem eigenen Server befinden, ist kein ADV-Vertrag notwendig, die IP-Adressen werden anonymisiert.
  • Der Cookies Hinweis wurde aktualisiert
  • Für den Newsletter nutze ich das MailPoet Plugin. Hier werden Daten direkt im Blog gespeichert und nicht an einen externen Server ausgelagert.
  • Es wird ein IP Anonymisierungs Plugin eingesetzt, IPs werden bei Kommentaren nicht mehr gespeichert, die bereits zuvor gespeicherten IP Adressen wurden aus der Datenbank gelöscht.
  • Die Funktion Emoticons wurde ausgeschaltet
  • Eine Benutzer-Anmeldefunktion gibt es ab jetzt nicht mehr. Alle zuvor registrierten User wurden gelöscht. Allerdings werden diese weiterhin als Newsletter-Abonnenten geführt. Wer sich auch davon abmelden möchte, kann das durchs Anklicken von “Austragen” bewerkstelligen.
  • Das Kontaktformular wurde vorerst rausgenommen, auch wenn es strittig ist, ob die zusätzliche Aufforderung zur Kenntnisnahme notwendig ist. Sicher ist sicher. Kontaktieren können Sie mich jederzeit über die im Impressum und oben auf der Website am rechten Rand angegebene Email-Adresse.
  • Ihre Daten können Sie jederzeit anfordern, indem Sie auf “DSGVO-Daten anfordern” im Menü klicken.

Soweit so gut. Ich hoffe ich habe alles berücksichtigt. Auf zum nächsten Beitrag. Dieser wird ein Gastbeitrag zum Thema Bitcoin.

Viel Erfolg!

Das Jahr 2018 Anlagestrategie

Meine 2018 Anlagestrategie

Liebe Leser,

zunächst einmal wünsche ich Ihnen ein frohes neues Jahr. Ich hoffe Sie sind alle gut rein gerutscht und haben das Jahr 2017 erfolgreich gemeistert. Wie Sie wahrscheinlich schon mitbekommen haben, ist es in den letzten Monaten sehr ruhig hier im Börsenblog geworden. Das wird auch in der nahen Zukunft so bleiben, denn ich arbeite an einigen Projekten, die viel Zeit erfordern und dementsprechend auch Priorität für mich haben.

Beiträge wird es insbesondere dann geben, wenn ich der Meinung bin es lohnt sich thematisch, wie etwa beim letzten Beitrag zum Bitcoin hier. Oder es an der Zeit ist für einen Strategieschwenk. Wenn Sie sich die Seite “Trading Track-Record” angeschaut haben, werden Sie wahrscheinlich fest gestellt haben, dass der CFD- sowie Futureshandel dort seit Mitte des Jahres nicht mehr fortgeführt wird. Den Grund dafür hatte ich bereits im Rahmen einiger Beiträge genannt.

Ich starte in das Jahr 2018 also nun komplett auf Einzelwertebasis und bin froh darüber mich weiter entwickelt zu haben. Die Diversifikation ist aus meiner Sicht ein weitaus besseres Risikomanagement-Tool als ein einfacher Stop-Loss. Dass ich hätte dennoch etwas besser diversifizieren sollen, durfte ich zum Ende des Jahres deutlich spüren. Mein Portfolio war (siehe auch Wikifolio) zu technologielastig. Das brachte mir den ersten starken Drawdown von über 7 % ein.

Im Vergleich zum NASDAQ 100 Index war die Performance des Wikifolios somit in 2017 etwas enttäuschend für mich, sowohl in Bezug auf die Performance, als auch den Drawdown. Der NASDAQ Index erreichte ein Plus von über 30 %, bei einem maximalen Drawdown von 4,80 %. Den S&P 500 Index habe ich hingegen geschlagen, den Dow Jones Index nur knapp. Es ist, wie ich bereits zuvor vermutet hatte: Die wirkliche Bewährungsprobe stand noch aus und die kam dann auch.

Die 2018 Anlagestrategie wird nicht einfacher

Medien sind derzeit voll von Ausblicken. Daher will ich mich nicht wiederholen, sondern werde Ihnen weiter unten einige Links bereitstellen, von denen ich denke, dass sie ausreichend sind, um sich einen guten Überblick über den aktuellen Stand und die Erwartungen an das Jahr 2018 zu verschaffen. Warum die 2018 Anlagestrategie für mich dennoch nicht einfacher wird, liegt womöglich daran, dass wir uns inmitten eines Wandels befinden. Und zwar in mehrfacher Hinsicht.

Zum einen befinden wir uns aktuell in einer Zeit, in der die geldpolitische Normalisierung bereits begonnen hat. Gleichzeitig ist ein globaler, wirtschaftlicher Aufschwung zu erkennen. Der politische oder auch fiskalpolitische Einfluss dürften dabei in diesem Jahr eine größere Rolle spielen. Ist es nicht genau das, wonach vor allem die Zentralbanker zuvor verlangt haben?

Die zwei größten Weltwirtschaften, die USA und China könnten in der nahen Zukunft so etwas wie einen fiskalpolitischen Wettkampf austragen. soweit es zu keinem Handelskrieg kommt, sind das für mich eher bullische Signale für den Aktienmarkt. Zugegeben, ob all diese Maßnahmen Erwartungen der Investoren und Anleger in der Zukunft treffen, steht noch in den Sternen. Viele Studien belegen, dass einige der Maßnahmen wie etwa eine Steuerreform, nicht zwingend zu einem stärkeren Wirtschaftswachstum auf Sicht von mehreren Jahren führen müssen.

Doch es kommt wie so oft auf bestimmte Nuancen an, die so gut wie nie die selben sind wie in der Vergangenheit. Anleger und Investoren sollten sich daher auf das Hier und Jetzt konzentrieren und diese bullischen Erwartungen handeln. Wieso aber wird es dennoch nicht einfacher? Der Wandel bringt ein etwas unklares Bild für die richtige Allokation mit sich.

Man sieht sozusagen überall Chancen. Doch welche davon die besten sind, das zu erkennen erfordert mehr Aufwand bei der Recherche und Analyse,  Allokation innerhalb der Aktienmärkte kann zum einen auf der regionalen oder sektoralen Ebene erfolgen. Gleichzeitig können Parameter wie etwa “Growth” oder “Value” Betrachtung finden.

Bekommt Value in diesem Jahr seine Chance?

Bereits im vergangenen Jahr gingen viele Analysten davon aus, dass “Value” die Nase vorn haben wird. Das war vielleicht für das Jahr 2017 falsch gedacht, für das neu begonnene Jahr könnte die Übergewichtung in Richtung Value, im Rahmen einer Tradingstrategie eventuell Sinn machen. Mehr Details zu diesem Thema können Sie den Links entnehmen, die ich am Ende präsentiere.

Neben diesem Aspekt sowie der Berücksichtung meiner eigenen Einschätzung bezüglich der Entwicklung im nächsten halben Jahr, ergeben sich für mich folgende Veränderungen: Das Portfolio soll im Laufe des Jahres weniger Übergewichtung hinsichtlich eines Sektors oder einer Branche enthalten. Ich werde versuchen sowohl regional als auch sektoral zu diversifizieren, dennoch aber stets mit Blick auf sich aktuell ausbildende oder bestehende Wachstumstrends.

Die Haltedauer wird nun auf mindestens ein Jahr hochgeschraubt, es sei denn es werden gewisse Schwellen unterschritten. Zum Ende des Jahres erfolgt eine Umbewertung der Lage und die Festlegung der weiteren Strategie. Aktien werden entweder weiter gehalten oder verkauft. Je nachdem wie ich die Lage und die Aussichten für die jeweiligen Werte einschätze. Aktien können wieder zurück gekauft werden, wenn sich etwas zu deren Gunsten verändert hat.

Die 2018 Anlagestrategie Links

Um es kurz und knapp zu machen. Ich gehe davon aus, dass der Bullenmarkt noch nicht vorbei ist, da sowohl geldpolitische, aber was noch wichtiger ist, fiskalpolitische Maßnahmen die globale Erholung weiter unterstützen dürften. Mit vorübergehendem Gegenwind rechne ich insbesondere für europäische Aktien im Rahmen der Wahlen in Italien sowie einer Korrektur im Wirtschaftswachstum in China. Ersteres scheint mir nun aber fast vom Tisch zu sein. Warum das so sein könnte, können Sie in diesem >> ersten Link nachlesen. Hinweis: Alle Links verweisen auf englischsprachige Quellen.

Was das Wirtschaftswachstum in China angeht, so erwarte ich für das erste halbe Jahr oder zumindest bis März eine Korrektur. Auch wenn die Daten vom Dezember aktuell noch nicht darauf hindeuten. Das ist auch der Grund, warum ich zwar an der Seitenlinie dem aktuellen “Boom” in den Rohstoffpreisen zusehe.

Wir haben bereits in den Daten per September gesehen, wie schnell Preise für Industriemetalle den Rückwärtsgang einlegen können, wenn Daten schlechter als erwartet ausfallen. Sofern in den USA keine Infrastrukturmaßnahmen angekündigt werden, erwarte ich dieselbe Reaktion, sofern die nächsten Daten aufgrund der aktuellen Maßnahmen zur Regulierung des chinesischen Kapitalmarktes tatsächlich zur Schwäche tendieren. Ich kann mich natürlich irren, aber das ist eben mein Szenario. Angelehnt an dieses Thema fand ich diesen Artikel sehr aufschlussreich: Iron Ore Investors could anticipate these factors in 2018.

Eine gute Zusammenfassung, sowohl aus der makroökonomischen, statistischen, als auch der charttechnischen Sichtweise, können Sie wie so oft bei The Fat Pitch nachlesen: What to expect from equities in 2018. Wer es etwas umfangreicher mag und vor allem etwas ökonomischer, für den könnte auch der Ausblick von LPL Research etwas sein: Return of the business cycle (PDF). Zwar umfangreich aber dennoch angenehm zu konsumieren. Der Report deckt dabei so gut wie alle wichtigen Anlageklassen ab.

Ist der US-Dollar am Ende?

Und zu Guter Letzt habe ich mich ein wenig mit dem Thema schwacher US-Dollar trotz steigender Zinsen und Fiskalpolitik beschäftigt. Dieses Thema gewann innerhalb der Hedgefund-Szene zuletzt immer mehr an Bedeutung. Vor allem dank der steigenden Popularität von Kryptowährungen. Eine gängige Annahme ist, dass der US-Dollar als Weltleitwährung ausgedient hat und wir uns derzeit in einer Übergangsphase befinden, also dem Anfang vom Ende sozusagen.

Ich persönlich vertrete eher die Meinung, dass das Ganze etwas hoch gebauscht wird. Es ist zwar durchaus etwas dran, dass das aktuelle Währungssystem nicht perfekt ist, nur leider gibt es keine bessere Alternative dazu. Insofern dürfte, selbst wenn einige Länder hier die Führung früher oder später übernehmen sollten, es noch sehr lange dauern, bis sich das ändert. Sehr, sehr empfehlenswert zu diesem Thema, ist dieser fünfteilige Podacst von MacroVoices: Anatomy of the US-Dollar End Game. Der Podcast stellt eine Diskussion zwischen vier Hedgefund-Investoren dar, die nicht unbedingt die gleiche Meinung vertreten und das Ganze genau deshalb so interessant ist. Zeit nehmen und anhören. Hier ist Bildung drin.

Viel Erfolg!

Darum wird der Bitcoin überschätzt!

Liebe Leser,

der Bitcoin ist nicht tot zu kriegen. Gründe dafür warum viele, selbst institutionelle Investoren immer mehr vom Potential des Bitcoin überzeugt sind, gibt es anscheinend genug. Diese reichen von einer digitalen Ersatzwährung, bis hin zum Status des digitalen Goldes. Es scheint so, als hätten Bitcoin-Fans immer ein Argument parat. Natürlich wird das Ganze vom starken Anstieg des Bitcoin-Kurses unterstützt und je länger der Anstieg andauert, umso mehr sieht es danach aus, als würden all diese Argumente bestätigt.

Doch die Berichterstattung seitens der Bitcoin-Befürworter ist oft zu einseitig. Es werden meist nur Vorteile hervorgehoben und Nachteile als weniger wichtig präsentiert, da die Technologie noch am Anfang steht. Aber gerade diese Gegenüberstellung ist bei neuen Entwicklungen wichtig. Denn was oft vergessen wird ist die Tatsache, dass hinter unserem bereits bestehenden Währungssystem ebenfalls technologische Entwicklungen stehen. Der Bitcoin konkurriert jedoch nicht nur auf Basis der Technologie mit unserem Währungssystem, sondern stellt auch das Währungssystem an sich infrage.

Anleger und Investoren sollten dabei folgendes nicht unberücksichtigt lassen. Der Bitcoin wird größtenteils von privaten Investoren als eine technologische Errungenschaft angesehen. In der Wirtschaft konnte der Bitcoin sein Potential und damit das Vertrauen seitens der Manager nicht gewinnen. Und dafür gibt es einen guten Grund. Nämlich, dass unser Fiatgeldsystem eine äußerst effektive und vor allem vertrauenswürdige Art ist Geschäfte zu betreiben.

Vertrauenswürdig? Unser Währungssystem? Niemals? Genau diese Voreingenommenheit, die so gut wie immer aus Unverständnis resultiert, machen sich Bitcoin-Anhänger zu nutze. Das Erstaunliche dabei ist, dass das System hinter dem Bitcoin ebenso wenig verstanden wird. Dennoch, etwas, dass sich der Kontrolle des Staates entzieht, muss ja besser sein. Dabei wird oft vergessen, dass es im Grunde genommen gar nicht um Kontrolle geht, sondern Vertrauen. Vertrauen daran, dass der Staat auf gewisse Weise ein geringes Risiko garantiert, wenn man Geschäfte betreibt.

Bei meiner Recherche bin ich vor einiger Zeit auf eine Präsentation gestoßen, die die andere Seite betrachtet. Nämlich unser bereits bestehendes, vom Staat kontrolliertes Geldsystem, auch Fiatgeldsystem genannt. Der Autor ist ein durchaus bekannter Programmierer und Ökonom. Da ich denke, dass hier sehr viele Dinge sehr gut dargestellt werden, nehme ich mir die Freiheit und übersetze es frei für Sie, mit teilweise einigen eigenen Überlegungen.

“Fiat is effective”

Fiatgeld ist sehr effektiv…auch wenn es nicht unbedingt ethisch ist

Während der Finanzkrise wies das fiatbasierte Geld nicht weniger, sondern mehr Wert auf. Das Problem der Geldpolitiker war nämlich nicht die Inflation, sondern Deflation. Die gängigen Annahmen, die gegenüber dem Fiatgeld getroffen werden sind:

  • Es ist schwach.
  • Regierungen haben einen Anreiz das Geld zu entwerten.
  • Es ist instabil.
  • Es ist zum Scheitern verurteilt.

Manchmal sind diese Annahmen wahr, aber: Fiatgeld wird von den Ländern herausgegeben. Jedes Land ist anders. Die pauschalen Annahmen oben sind daher so gut wie nie wahr, wenn:

  • Diese Länder wirtschaftlich stabil sind und in der Lage das Volk zu besteuern.
  • Das Bankensystem des jeweiligen Landes in der Lage ist Anreize zur effektiven Kreditaufnahme zu schaffen.
  • Die Ökonomie des Landes diversifiziert ist (Export/Import).
  • Die Verschuldung größtenteils in der Landeswährung erfolgt.

Der Autor ist davon überzeugt, dass zumindest jetzt noch keine der Kryptowährungen in der Lage ist, die Effektivität des Fiatgeldes zu ersetzen. Sicher gibt es Ansätze wie etwa den “Stablecoin”. Doch der wird an eine echte Währung gekoppelt, insofern liegt hier keine wirkliche Konkurrenz vor. Eine Währung sollte durch einen Wert gedeckt sein, im Falle des Fiatgeldes ist es die Ökonomie des Landes.

Die existierenden Fiatgeldsysteme sind vom ethischen Standpunkt aus zu kritisieren. Denn sie bevorteilen einige Völkergruppen und schaden anderen. Konkurrenzfähig wäre eine Kryptowährung daher durchaus aus der ethischen Sicht. Aktuell kann man das aber keineswegs behaupten, denn mit all den ICOs und den Geschäften auf dem Schwarzmarkt ist man noch meilenweit vom Status einer ethischen Währung entfernt.

Was ist Geld?

  1. Tauschmittel
  2. Wertaufbewahrung
  3. Rechnungseinheit

Der Tausch findet so gut wie kaum mehr auf Basis von Bargeld statt. Annahmen, die über unser Geld getroffen werden, basieren dennoch in der Regel immer noch auf der Tauscheigenschaft mittels Bargeld, obwohl wir in der Realität längst digital bezahlen. Im Vordergrund steht daher nicht mehr nur die Tauscheigenschaft, sondern die Art der Abrechnung im Rahmen der Tauschaktion.

Du bezahlst die Miete mittels einer Transaktion, während die Leistung über den ganzen Monat bezogen wird. Du zahlst den Anwalt mittels Honorar je Stundensatz. Du verhandelst über einen Vertrag bei dem ein Teil der Finanzierung noch vor der Leistung erbracht wird und der Rest bei Erreichen von Meilensteinen. Bei nicht synchronen Tauschaktionen (synchron: Zahlung und Leistung werden gleichzeitig erbracht) bestehen Risiken für beiden Parteien.

  • Wird der Vertragspartner zahlen/liefern?
  • Bewertungsrisiko- Ist die Leistung bzw. die Währung immer noch so viel wert wie zu Beginn der Vereinbarung?

Währungssysteme, die nicht in der Lage sind die beiden Risiken abzumildern, dürften dafür sorgen, dass Geschäftsabschlüsse und damit die ökonomische Aktivität in einem Land begrenzt bleiben. Selbst wenn es die Möglichkeit gibt synchrone Tauschaktionen durchzuführen, häufen sich mit der Zeit Verpflichtungen, die mit nicht synchronen Tauschaktionen verbunden sind.

  • Wir planen unseren zukünftigen Bedarf für Essen, Wasser, Unterkunft usw.
  • Geschäftssubjekte planen ihre zukünftigen Einnahmen und Ausgaben, Umsätze usw.

Dafür benötigen wir eine Rechnungseinheit, die in der Lage ist diese von Unsicherheit betroffene Kalkulation anzustellen. Darüber hinaus wollen wir, dass diese Rechnungseinheit bis zum Abschluss des Tausches so wenig wie möglich an Wert verliert. In gewisser Weise wollen wir ein System, das uns ermöglicht diese Risiken zu hedgen, denn wir wissen, dass Preise für Güter und Leistungen über einen gewissen Zeitraum Fluktautionen ausgesetzt sind.

Gelder mit denen man nicht in der Lage ist solche Kalkulationen annähernd real anzustellen, werden ebenso gemieden werden und die ökonomische Aktivität begrenzen. Die Rechnungseinheit, die wir am Ende wählen, wird die Basis unserer Werte darstellen. Werte sind allerdings nicht nur, die wir besitzen, sondern auch, die wir schulden.

Wir wollen, dass diese Schulden nicht alleine dadurch mehr werden nur weil die Einheit nicht stabil ist. Wir wünschen uns nicht, dass diese Einheit im Laufe der Zeit durch übermäßige Inflation abwertet. Aber wir wünschen uns auch nicht, dass diese Einheit unerwartet aufwertet, da das unsere Verschuldung erhöhen würde.

Die Rechnungseinheit ist eine weitaus wichtigere Eigenschaft des Geldes als die Tauscheigenschaft. In einigen Ländern werden beispielsweise Verträge in ausländischer Währung ausgehandelt, während die Bezahlung in heimischer Währung erfolgt. Die Wertaufbewahrung folgt in der Regel der Rechnungseinheit. Wenn die Bezahlung in heimischer Währung erfolgt, sind Menschen gewillt diese wieder umzutauschen, um das Abwertungsrisiko zu verringern.

Das Fiatgeld sichert Preisstabilität

Der Verbraucherpreisindex misst die Kosten eines typischen Haushaltes. Er ist nicht perfekt, denn einen typischen Haushalt gibt es in der Regel nicht. Doch genauere Maßeinheiten haben wir leider nicht und viele statistische Auswertung haben gezeigt, dass der Verbraucherpreisindex die Realität annähernd korrekt wiederspiegelt. Die folgende Grafik vergleicht den US-Verbraucherpreisindex in US-Dollar und in Bitcoin seit 2014.

Sie zeigt wie stabil sich die Kosten in Form des VPIs in US-Dollar ausgedrückt über den Zeitraum gehalten haben. Während die Kosten in Bitcoin einem Glücksspiel geglichen haben. Damit bleibt die Kostenkalkulation in US-Dollar zumindest planbar. Bitcoin-Anhänger wenden jedoch ein, dass alleine die Akzeptanz zu mehr Stabilität verhelfen würde. Das zeigt, wie wenig Verständnis dafür vorhanden ist, wie Preisstabilität überhaupt erreicht wird.

Aus der Historie ist bekannt, dass Preisfluktuationen trotz Akzeptanz zugegen waren. Erst der Einfluss der Geldpolitik sorgte dafür, dass die notwendige Stabilität gegeben war. Und zwar über das Steuern des Nachfrage-Angebot-Verhältnisses des Geldes und durch Anreize (Forward Guidance). Hierfür bedient man sich sodann den allseits bekannten aber oft nicht verstandenen geldpolitischen Maßnahmen.

Um diese Steuerung zu gewährleisten, ist eine kontinuierliche Beobachtung der aktuellen Gegebenheiten vonnöten. Die Stabilität, die für uns oft als selbstverständlich erscheint, basiert auf äußerst durchdachten Zusammenhängen und hängt von vielen Faktoren ab, für die jeweils unterschiedliche Steuerungsinstrumente Anwendung finden. Aus der Perspektive der Preisstabilität, ist die Konzeption einer Kryptowährung im Vergleich zum bestehenden System alles andere als fortschrittlich.

Sicher sind jedoch auch kritische Einwände gegenüber dem Fiatgeldssystem nicht unberechtigt. Die meisten zielen auf die vielen Instrumente zur Steuerung der Preisstabilität ab, denn je nachdem welche gewählt werden, entstehen dadurch für manche Gruppen Vorteile und für andere Nachteile. Länder, die auf eine langjährige Historie der Preisstabilität zurück blicken können, haben es einfacher das Vertrauen von Wirtschaftssubjekten zu gewinnen und werden daher gegenüber anderen bevorteilt.

Reversibilität fördert vernünftiges Handeln

Ein weiterer Vorteil des Fiatgeldes ist die Reversibilität. Dieser Vorteil ergibt sich direkt aus dem Bankensystem und bezieht sich auf die Bezahlung, die rückgängig gemacht werden kann. Damit wird das Partnerrisiko verringert. So können beispielsweise Zahlungen oft wieder rückgängig gemacht werden, sofern die Leistung nicht oder nicht wie gewünscht erbracht worden ist. Diese Reversibilität erfordert keine Rechtsstreitigkeiten und sichert damit einen Anreiz für vertrauenswürdige Geschäftspartnerschaften.

Kritisch wird in diesem Zusammenhang oft vorgetragen, dass Banken als Intermediäre/Treuhänder im Transaktionsprozess auftreten und damit ein Interessenskonflikt besteht. Das ist nicht unwahr, doch das System funktioniert gut genug, um Geschäfte abzuschließen, die ohne dieses Vertrauen überhaupt nicht zustande gekommen wären.

Die Reversibilität wäre auch bei Kryptowährungen vorstellbar, doch die meisten Lösungsvorschläge basieren eben auf einem Intermediär, der die Transaktion bewerkstelligt. Ein Intermediär ist immer mit höheren Kosten verbunden. Doch wer soll die tragen, da wo das Blockchain-System gar nicht dafür gedacht ist, Zwischeninstanzen zu zu lassen? Geschweige denn Zwischeninstanzen, die Geld kosten sollen? Oft wird daher die nicht vorhandene Reversibilität als Vorteil von Kryptowährungen dargestellt, wobei es genau genommen aber eher ein Bug ist.

Dass es sich um einen Vorteil handelt, mag auf gewisse Nischenbereiche zu treffen. Vor allem wenn es um Bereiche geht, in denen Transaktionen sich der staatlichen Kontrolle entziehen sollen. In der Regel sind das jedoch illegale Geschäfte. Der Großteil der getätigten wirtschaftlichen Geschäfte ist in den weiter entwickelten Ländern nicht illegal. Es gibt für das Funktionieren von diesen Geschäftstätigkeiten daher auch keinen Grund sich der staatlichen Kontrolle entziehen zu wollen.

Die Reversibilität ist ein enormer Vorteil von Fiat-Währungssystemen. Sie kostet den Käufer kaum etwas und wenn, dann oft nur hypothetisch. Für den Verkäufer können dadurch zwar Kosten entstehen, doch diese werden mit einem höheren Vertrauen seitens des Käufers belohnt. Der Einwand könnte natürlich der sein, dass sich mehr geschäftsähnliche und vor allem vertrauenswürdige Nischen bilden würden, sofern man Transaktionen ohne die Zensur des Kontrollorgans im großen Maße akzeptiert.

Diese müssten dann jedoch so vertrauenswürdig sein, dass die Reversibilität in Bezug auf das Partnerrisiko uninteressant wird. Das ist jedoch genauso unrealistisch, wie die Behauptung vieler Bitcoin-Fans, der Wohlstand würde mit einem regulierten Bankensystem negativ korrelieren. Viele Studien zeigen genau das Gegenteil. Da wo ein reguliertes Bankensystem existiert, floriert in der Regel auch die Wirtschaft und damit auch der Wohlstand.

Es kommt darauf an wie man spart

Papiergeld bricht irgendwann wertlos zusammen. Der Wert des Goldes überdauert. Jede Fiatwährung wird irgendwann kollabieren, weil jeder Staat irgendwann kollabiert. Genauso könnte man auch sagen: Der Mensch stirbt irgendwann, der Stein überdauert. Entscheidend ist also oft der eigene Lebenshorizont und nicht die mögliche “Lebensdauer” der von uns betrachteten Werte. Für unsere Lebensdauer hingegen scheint das Fiat-Währungssystem von Vorteil zu sein und das nicht ohne gute Gründe.

Die Fiatwährung ist in der Regel durch die ökonomische Stärke des jeweiligen Landes gedeckt und ein Kollaps der Wirtschaft ist nicht auszuschließen. In diesem Fall dürfte die Währung relativ zu anderen ohne Frage entwerten. Doch die Währung wertet auch ohne einen Kollaps ab. Schauen wir uns die Kaufkraft des US-Dollars seit 1913 an. Der folgende Chart (100/CPI) macht deutlich: Die Kaufkraft des US-Dollars hat in dem langen Zeitraum um 96 % nachgegeben.

Wenn du oder deine Oma also in diesem Zeitraum Geld unter der Matratze versteckt hättet, dann ist dieses Geld heute 96 % weniger wert als in 1913. Anzumerken dabei ist, dass die stärkste Phase der Geldentwertung inbesondere in der Zeit stattgefunden hat, in der der Goldstandard existierte. Und die geringste Abwertung zu Zeiten der grossen Depression statt fand. Wie der folgende Chart ebenfalls deutlich macht, dürfte sich die Kaufkraft des Geldes, sofern investiert in kurzfristige US-Anleihen, über den gleichen Zeitraum fast verdoppelt haben.

Stimmen, die behaupten das Fiatgeldsystem würde Sparer benachteiligen, missverstehen das gesamte System. Es kommt darauf an, wie man spart. Wenn man das Geld wie im oberen Beispiel dargestellt als Cash (unter der Matratze versteckt) hält, würde es seinen Wert verlieren. Im Falle eines Investments in risikolose Anleihen, die vom Risiko in etwa dem Cash-Halten gleichen, würde die Kaufkraft des investierten Geldes im Zeitraum zwischen 1925-2006 um 70 % steigen.

Fazit

Fiatgeldsysteme sind äußerst effektiv. Man kann sie mögen oder hassen, doch der Wohlstand wird derzeit in Fiatgeld gemessen. Über viele Jahrhunderte hinweg hat sich der ökonomische Wohlstand und die militärische Macht nachweislich in Länder verlagert, die statische Einschränkungen des Währungssystem immer mehr aufgehoben haben und das Vertrauen für die Kreditaufnahme in eigener Währung durch Deckung des Staates gefestigt hatten.

Die Preisstabilität wird nicht statisch, sondern dynamisch erreicht. Das ist schließlich der Grund, warum Zentralbanken oft dynamische Zielwerte für Preisschwankungen festlegen. Das wesentliche Merkmal der Preisstabilität ist ein über einen gewissen Zeitraum voraussehendes Preisniveau.

Fiatwährungen sind zum einen gedeckt durch die Arbeitskraft und den Assets aller Menschen, die ihren Verpflichtung durch die Bezahlung mittels Fiatgeld nachgehen. Zum anderen durch die Macht des Staates diese Verpflichtungen in Form des Steuersystems zu gestalten. Und zu guter Letzt durch das Bankensystem, dass Anreize dafür schafft diese Verpflichtungen zu akzeptieren.

Fiatgeld wird nicht wie oft fälschlicherweise behauptet aus der Luft erschaffen. Vergleichbar mit der Kreditkartenzahlung. Wenn du mit der Kreditkarte zahlst, dann entsteht für den Moment zusätzliches Geld im Umlauf. Doch dieses Geld muss tatsächlich vorhanden sein, ansonsten besteht für dich das Risiko das Vertrauen zu verlieren. Du bist am Ende schlicht und ergreifend kreditunwürdig.

Dasselbe gilt auch für Staaten und Zentralbanken im globalen Währungssystem. Währungen kollabieren in der Regel infolge undisziplinierter Vorgehensweise von Staaten/Politikern. Die Währung zeigt das weltweite Vertrauen gegenüber einem Land an, weshalb alleine hier ein Anreiz bestehen sollte vernünftig zu handeln.

Das tatsächliche Problem des Fiatgeldsystems ist weniger die von Bitcoin-Anhängern verbreitete Annahme, es wäre den Kryptowährungen technologisch unterlegen. Nein, es ist viel mehr überlegen, sowohl technologisch als auch ökonomisch. So sehr überlegen, dass sich daraus ein enormer Vorteil für diejenigen ergibt, die in der Lage sind solch ein System am besten zu managen.

Viel Erfolg!

saisonale charts

Saisonale Charts November 2017

Liebe Leser,

es ist in den letzten zwei Monaten etwas ruhig geworden hier im Blog. Da ich einige anderweitige Projekte gestartet habe, wird es weiterhin etwas ruhiger zugehen. Dennoch sehe ich nicht vor das Schreiben komplett einzustellen. Schauen wir auf die saisonalen Charts November. Im Oktober haben Aktienmärkte positiv abgeschlossen. Der Oktober ist jedoch seiner Volatilität treu geblieben. Diese fiel zwar im historischen Vergleich niedriger aus als sonst. Im Vergleich zu den vorhergehenden Monaten aber doch etwas höher.

S&P500 Saisonale Charts November

Der S&P500 Index hat im Zeitraum zwischen 1950 und heute im Monat November eine Durchschnittsrendite von +1,54 % erzielt. In 68 % aller Fälle schloss der S&P500 Index im Oktober positiv ab.

Schauen wir auf die täglichen durchschnittlichen Renditen, dann wird erkennbar, dass der Index insgesamt im positiven Bereich notierte. Die höchste durchschnittliche Rendite lag bei +2,48 %, die niedrigste bei +0,15 %.

DAX Saisonale Charts November

Der DAX Index hat in einem Zeitraum zwischen 1960 und heute im Monat November im Schnitt eine Rendite von +1,33 % erzielt. In 66 % aller Fälle performte der Index positiv.

Schauen wir auf die täglichen durchschnittlichen Renditen, dann wird erkennbar, dass der Index fast den gesamten Monat lang im positiven Bereich notierte. Die höchste durchschnittliche tägliche Rendite lag bei +1,83 %, die niedrigste lag bei -0,14 %.

Nikkei Saisonale Charts November

Der Nikkei Index hat in einem Zeitraum zwischen 1950 und heute im Monat November eine durchschnittliche Rendite von +1,24 % erzielt.  In 55 % aller Fälle performte der Nikkei Index im November positiv.

Schauen wir auf die täglichen durchschnittlichen Renditen, dann wird erkennbar, dass der Index insbesondere ab dem 13. Nov. eine Aufwärtstendenz aufwies. Die höchste durchschnittliche tägliche Rendite lag bei +1,69 %, die niedrigste lag bei -0,12 %.

Öl Saisonale Charts November

Der Preis für die nordamerikanische Rohölsorte WTI entwickelte sich seit 1982 im Monat November im Schnitt negativ. Es war der schwächste Monat des Jahres. Die durchschnittlich erzielte Rendite betrug -2,98 %. In 34 % aller Fälle schloss der Preis im November positiv ab.

Schauen wir auf die täglichen durchschnittlichen Renditen, dann wird erkennbar, dass der Ölpreis den gesamten Monat lang eine Abwärtstendenz aufwies. Die höchste durchschnittliche Tagesrendite lag bei -0,07 %, die niedrigste wurde mit -4,25 % erzielt.

Gold Saisonale Charts November

Der Goldpreis tendierte seit 1968 im Monat November mit einer durchschnittlichen Rendite von +1,35 % positiv. In 61 % aller Fälle schloss der Goldpreis den Monat November positiv ab.

Schauen wir auf die täglichen durchschnittlichen Renditen, dann wird erkennbar, dass sich die stabilste Phase in der zweiten Monatshälfte ereignet hatte. Die höchste durchschnittliche Tagesrendite lag bei +2,05 %, die niedrigste wurde am mit -0,26 % erzielt.

Fazit für den Monat November

Im Monat Oktober hat vor allem der Ölpreis entgegen der Saisonalität performt. Auch den Monat November hat der Ölpreis äußert stabil gestartet. Grund dafür sind Erwartungen an weitere Verlängerungen der OPEC-Kürzungen, politische Konflikte in Saudi-Arabien sowie erstmals seit Langem niedrigere Oil Rig Counts in den USA. Der November ist historisch betrachtet allerdings der schwächste Monat für den Ölpreis. Möglicherweise ist es nur eine Frage der Zeit, bis sich die Saiosonalität durchschlägt und wenn sie das tut, dann bietet der Monat November dafür eine erhöhte Wahrscheinlichkeit.

Viel Erfolg!

saisonale charts oktober

Saisonale Charts Oktober 2017

Liebe Leser,

im September performten die Indizes S&P500, DAX, Nikkei sowie die Preise für Öl und Gold folgendermaßen (in Klammern die Durchschnittswerte aus dem Beitrag „Saisonale Charts September 2017„):

  • S&P500: +1,71 % (-0,51 %)
  • DAX: +6,04 % (-1,86 %)
  • Nikkei: +3,41 % (-0,55 %)
  • Öl (WTI): +8,85 % (+1,69 %)
  • Gold: -3,40 % (+1,57 %)

Wie oben ersichtlich schlossen so gut wie alle Märkte entgegen der Saisonalität ab. Der größte Anteil der Stabilität ereignete sich allerdings in den letzten anderthalb Wochen und wurde maßgeblich durch das FOMC-Meeting und die geplante Trump-Steuerreform begünstigt. Bis zu diesem Zeitfenster liefen die Märkte nahe dem saisonalen Muster.

S&P500 Saisonale Charts Oktober

S&P500 Index Rendite Oktober

Der S&P500 Index hat im Zeitraum zwischen 1950 und heute im Monat Oktober eine Durchschnittsrendite von +0,89 % erzielt. Damit ist der Monat der viertschwächste in einem Jahr gewesen. In 63,64 % aller Fälle schloss der S&P500 Index im Oktober positiv ab.

S&P500 Index Rendite im Oktober

Schauen wir auf die täglichen durchschnittlichen Renditen, dann wird erkennbar, dass der Monat Oktober zwar insgesamt im positiven Bereich notierte, allerdings unter sehr volatilen Umständen. Die höchste durchschnittliche Rendite lag bei +1,31 %, die niedrigste bei +0,14 %.

DAX Saisonale Charts Oktober

DAX Rendite im Oktober

Der DAX Index hat in einem Zeitraum zwischen 1960 und heute im Monat Oktober, im Schnitt eine Rendite von +0,94 % erzielt. Damit ist der Oktober der viertschwächste Monat in einem Jahr gewesen. In 59,65 % aller Fälle performte der Index positiv.

DAX Oktober Rendite

Schauen wir auf die täglichen durchschnittlichen Renditen, dann wird erkennbar, dass der Index über den gesamten Monat hinweg eine Aufwärtstendenz verzeichnet hatte. Aber wie auch im Falle des S&P 500 Index durch erhöhte Volatilität begleitet. Die höchste durchschnittliche tägliche Rendite lag bei +1,68 %, die niedrigste lag bei +0,39 %.

Nikkei Saisonale Charts Oktober

Nikkei Index Renditen

Der Nikkei Index hat in einem Zeitraum zwischen 1950 und heute im Monat Oktober eine durchschnittliche Rendite von +0,32 % erzielt. Damit war der Monat der fünftschwächste in einem Jahr gewesen. In 53,74 % aller Fälle performte der Nikkei Index im Oktober positiv.

Nikkei Index saisonaler Chart

Schauen wir auf die täglichen durchschnittlichen Renditen, dann wird kein deutlicher Trend erkennbar. Die höchste durchschnittliche tägliche Rendite lag bei +0,51 %, die niedrigste lag bei -0,60 %.

Öl Saisonale Charts Oktober

 

Ölpreis Renditen Oktober

Der Preis für die nordamerikanische Rohölsorte WTI entwickelte sich seit 1982 im Monat Oktober, im Schnitt negativ. Damit war der Monat Oktober der zweitschwächste Monat in einem Jahr gewesen. Die durchschnittlich erzielte Rendite betrug -2,20 %. In 42,58 % aller Fälle schloss der Preis im Oktober positiv ab

Öl Renditen im Oktober

Schauen wir auf die täglichen durchschnittlichen Renditen, dann wird erkennbar, dass der Ölpreis besonders ab der zweiten Monatshälfte nach unten tendierte. Die höchste durchschnittliche Tagesrendite lag bei +0,05 %, die niedrigste wurde mit -3,22 % erzielt.

Gold Saisonale Charts Oktober

Gold Performance im Oktober

Der Goldpreis tendierte seit 1968 im Monat Oktober mit einer durchschnittlichen Rendite von -0,35 % negativ. Damit war der Monat Oktober der schwächste Monat in einem Jahr. In 47 % aller Fälle schloss der Goldpreis den Monat Oktober positiv ab.

Gold saisonale Entwicklung im Oktober

Schauen wir auf die täglichen durchschnittlichen Renditen, dann wird erkennbar, dass sich die schwächste Phase in der zweiten Monatshälfte ereignet hat. Die höchste durchschnittliche Tagesrendite lag bei +0,95 %, die niedrigste wurde am mit -0,52 % erzielt.

Fazit für den Monat Oktober

Der Monat September schloss dank der oben genannten Gründe außerhalb des saisonalen Musters ab. Der Monat Oktober gehört zwar nicht zu den schwächsten Monaten bei Aktien, aber zu den deutlich volatileren. Ein Durchmarsch sollte daher möglicherweise nicht erwartet werden. Besonders fällt die saisonale Schwäche im Ölpreis auf. Hier dürfte die Zuverlässigkeit eventuell höher ausfallen. Auch beim Goldpreis gehört der Oktober zu einem der schwächeren Monate, wobei hier anders als beim Ölpreis die Volatilität höher ausfiel.