Beiträge, die sich mit verschiedenen Formen der Analyse von Aktienmärkten beschäftigen

Trading-Chancen in der Agrarbranche?

It`s a stock picker market. Diesen Satz hört und liest man zurzeit öfters. Und teilweise scheint das auch zu stimmen, denn, wenn wir uns die Performance so einiger führender Indizes anschauen und mit der von ausgewählten Einzelwerten vergleichen, dann wird das auf den ersten Blick bestätigt. Doch man sollte den Vergleich auch richtig anstellen. Ein Vergleich z.B. zwischen dem DAX-Index und der Wirecard-Aktie wäre leicht aus dem Kontext gegriffen.

Die Wirecard-Aktie ist im TecDAX Index gelistet und deren Performance sollte daher mit dem TecDAX Index verglichen werden. Dieser ist wiederum vor zwei Wochen auf ein neues Allzeithoch (seit Platzen der Dot-Com Blase) gestiegen und bestätigte damit die Outperformance von Technologiewerten gegenüber den Industriewerten, was aber seit bereits Anfang 2017 der Fall ist. Richtig wäre es daher womöglich zu sagen “it`s a sector/industry picker market”.

>>Zwei Gründe, warum Alpha mit Stock-Picking ein Wunschtraum bleiben könnte<<

Stock Picking könnte sich dennoch derzeit lohnen

Nichtdestotrotz schätze ich mal, dass ein Stock Picker derzeit stark auf seine Kosten kommen dürfte, insbesondere, wenn man in den Nebenwertebereich blickt und dann sogar noch unterteilt nach Ländern. Dass US Nebenwerte aufgrund der Steuerreform mehr gefragt sein dürften, als noch vor zwei Jahren, sollte klar sein.

Allerdings spiegelt das der Russel 2000 Index auf den ersten Blick nicht ganz so wider. Dieser konsolidiert innerhalb des zulaufenden Dreiecks und wurde sogar durch den S&P 500 Index in den letzten Wochen outperformt. Seit Beginn des Jahres hat der Russel 2000 allerdings mit 8,8 %, ca. 3,7 % mehr Rendite erzielt, als der breit gefasste Marktindex S&P 500. Was aber aufgrund des Bullenmarktes an sich nicht ungewöhnlich sein sollte.

S&P 500 Index im Vergleich zum Russel 2000 Small Cap Index

Konzentrierte externe Faktoren begünstigen das Stock Picking

Ein Stock Picker Markt wird per Definition als ein Markt bezeichnet, indem die positive Korrelation zwischen den Einzelwerten immer weiter abnimmt und weniger die konjunkturübergreifenden Faktoren in den Vordergrund rücken, sondern die unternehmensinternen. Bezogen auf das obige Beispiel mit der Steuerreform, dürften jedoch selbst diese unternehmensinternen Faktoren stark von externen beeinflusst werden. Nur eben in einer etwas konzentrierteren Form. Zu dem generellen Bullenmarkt, der im Allgemeinen die Big Player repräsentiert, gesellt sich ein weiterer, stützender Faktor hinzu.

Aus Sicht der Fonds-Manager ist das zu begrüßen, denn eine Outperformance zum ohnehin bereits stark laufenden US-Gesamtmarkt zu erzielen, wird mit Hilfe der klassischen Methoden nur sehr schwer sein. Daher ist ein sogenannter Stock Picker Markt eine willkommene Entwicklung. Dennoch, nur, weil ein Stock Picker Markt da ist, wird es dadurch nicht einfacher für die Manager oder die Trader. Denn Aktien auszuwählen, ist je nach Strategie, ein aufwändiger Prozess, der Ressourcen erfordert.

Trading-Chancen in der Agrarbranche tun sich auf

Ich persönlich finde daher den Ansatz des “Industry Pickings” oder in Deutsch der “Branchenauswahl” interessant. Dieser Ansatz kann die Basis im Auswahlprozess bilden und die weitere Suche nach Einzelwerten erleichtern. Die meisten werden mir wahrscheinlich zustimmen, wenn ich sage, dass es aus meiner Sicht, im kurz- bis mittelfristigen Trading von Aktien, wenig Sinn macht Werte zu handeln, die sich nicht in einem gesunden Branchentrend befinden. Ich halte daher immer wieder nach interessanten Entwicklungen in den jeweiligen Branchen und natürlich auch Sektoren Ausschau und eine, die ich nun seit einiger Zeit im Blick habe, ist die Agrarbranche. Hier könnten sich nun durchaus zumindest Trading-Chancen in der Agrarbranche auftun, die ein passables CRV nicht nur auf Basis der Charttechnik aufweisen.

 

Agrarbusiness ETF Van Eck Vectors MOO Chart auf Tagesbasis

Der Chart oben repräsentiert die Agrarbranche in Form des VanEck Vectors Agribusiness ETFs (MOO). Der ETF hält zurzeit insgesamt 58 Werte aus der Branche weltweit, mit der größten Position in der kanadischen Aktie des Unternehmens Nutrien. 48,17 % des Exposures sind in den USA, gefolgt von 8,23 % in Kanada. Seit ca. 2016 scheint die Agrarbranche gemäß dem ETF in einem Aufwärtstrend zu sein und die markanten Hochs aus den Jahren 2011 und 2015 wurden im vergangenen Jahr überschritten, also wurde die langfristige Konsolidierung verlassen.

Konsolidierung könnte im ETF beendet werden

In diesem Jahr konsolidiert der ETF erneut und bietet damit womöglich eine gute Gelegenheit, um Käufe zu tätigen. Da der ETF auch in Schwellenländern investiert ist, dürfte der generelle Bullentrend in den Schwellenländern vor Beginn des aktuellen Jahres stark zur positiven Entwicklung im ETF beigetragen haben. Seit Anfang dieses Jahres dürften jedoch viele der gehaltenen Werte aus den Schwellenländern im Minus notieren und hauptsächlich Werte aus Nordamerika eine Outperformance aufweisen. Hier kommt nun das oben besagte Stock Picking ins Spiel.

Insbesondere Werte, die Düngemittel herstellen, zeigen nun seit einigen Monaten eine positive Entwicklung in Form einer technischen Bodenbildung. So sieht es in der Aktie von Nutrien (CA67077M1086), einem direkten Konkurrenten der deutschen K+S AG (DE000KSAG888) und der größten Position in dem Van Eck ETF, nach einer Bodenbildung aus. Weitere Werte, die auf meine erste Auswahlliste kommen, sind CF Industries (US1252691001), Mosaic (US61945C1036), ICL Israel Chemicals (IL0002810146), CVR Partners (US1266331065) oder Interpid Potash (US46121Y1029). Ich werde in Kürze einen näheren Blick im Rahmen eines anderen Blog-Beitrags auf die einzelnen Unternehmen werfen. Unter anderem auf die Charttechnik sowie die fundamentalen Daten.

Erwartungen einiger Nitrogen-Düngemittel Herstellen deuten auf ein positiven CRV hin

Einige dieser Unternehmen haben bereits die Zahlen per zweites Quartal präsentiert und damit Analysten und Anleger teilweise überraschen können. Auch die Prognosen fielen teilweise positiv aus. Einige nordamerikanische Werte laufen derzeit nicht nur generell besser, sondern weil zum einen sich die Gaspreise im Vergleich zu anderen Ländern auf einem niedrigen Niveau halten, bei gleichzeitig steigender Nachfrage nach Nitrogen-Düngemitteln, dessen Herstellung mittels Erdgas bewerkstelligt wird.

Nitrogen-Düngemittel nehmen laut IFA (International Fertilizer Industry Association) ca. 60 % des gesamten weltweiten Düngemittelbedarfs ein. Zudem werden sie, anders als Kalium- und Phosphor-Dünger, jedes Jahr, also kontinuierlich, benötigt. Zu den Unternehmen, die im Nitrogen-Segment stark involviert sind, gehören z.B. CF Industries oder CVR Partners.

CF Industries Aktie Chart auf Tagesbasis mit technischer Bodenbildung

Kurs mit Kerzen Darstellung Aktien-Handel

Aktien-Trading Live Projekt

Wie Sie bereits schon gemerkt haben, sind in diesem Jahr die Beiträge im Blog sehr rar gesät. Dadurch gehen mir natürlich die ohnehin wenigen Leser verloren. Da ich zurzeit jedoch einige berufliche Entwicklungen durchmache, lässt sich das nicht vermeiden. So bin ich z.B. vor einigen Monaten für einen weltweit agierenden Broker und Finanzportal als Analyst in Festanstellung tätig geworden und freue mich über neue Erfahrungen und Kollegen.

Dennoch will ich das Projekt Blog nicht aufgeben und erhoffe mir in Zukunft mehr Potential davon. So wie ich das sehe, bietet der Blog derzeit nur wenig Nutzen, vor allem für die Leser da draußen und ich habe mir im Urlaub einige Gedanken gemacht, wie ich das vielleicht ändern könnte. Mehrere Ideen schwirren in meinem Kopf herum. Eine Idee davon könnte eine Aktien-Trading-Strategie sein, die ich sozusagen Live umsetzen würde. Mit Live meine ich, dass ich die besagten Aktien mit Ansage handeln würde und dabei auch die Strategie offen lege. Der Erst-Kapitaleinsatz ist mit 5.000 Euro geplant.

Wird das Aktien-Trading Projekt scheitern?

Sie haben damit die Möglichkeit zu beobachten, ob ich dabei “kläglich” scheitern werde oder eben erfolgreich bin. Dieser Ansatz wird auch für mich so etwas wie einen Forward-Test darstellen. Ich habe mir eine Strategie überlegt, dessen Potential ich für einigermaßen positiv einschätze. Ebenfalls  bereits jetzt kann gesagt werden, dass sich der Auswahlprozess wohl als der schwierigste Part darstellen wird. Denn die Aktien, die ich im Blick habe, sollen ein Upside-Potential im mindestens oberen, zweistelligen Prozentbereich bieten.

Damit sollte klar sein, dass ich kein diversifiziertes Portfolio aufbauen will, sondern, dass es um Aktien-Trading gehen soll. Dementsprechend müssten, neben dem vorherigen Auswahlprozess, das Risk-Management klar definiert sein und mit Hilfe der technischen Analyse umgesetzt werden. Wie genau, werde ich dann zum gegebenen Zeitpunkt nahe legen.

Das Hebel-Risiko entfällt im Aktien-Trading

Sie fragen sich bestimmt, warum ich diesen Ansatz interessant finde? Aus zwei Gründen. Zum einen ist im Aktien-Trading kein Hebel vorhanden, aber es gibt dennoch Werte, die ein Gewinn-Potential im zweistelligen Bereich bieten. Und da ein guter Trader auch immer ein guter Risk-Manager sein sollte, ist es aus meiner Sicht nur logisch die richtigen Kapitalmarktprodukte für den Handel zu wählen. Auch wenn ich dem CFD- und Futures-Handel im Großen und Ganzen nicht ganz abgeneigt bin, so sagt mir alleine meine Fachkenntnis, dass die beiden Produkte im Vergleich zu Aktien ein äußerst schlechtes Risk-Management bieten.

Dass es besonders bei den im Fokus stehenden Einzelwerten mit der Liquidität ein Problem geben könnte, ist mir durchaus bewusst und ich bin gespannt ob ich diesen Aspekt unterschätze. Im Gegensatz dazu werden CFDs und Futures meistens auf liquide Werte wie Indizes gehandelt. Der andere Grund ist genereller Natur. Da ich aus dem Trading-Bereich komme, bin ich zunächst einmal grundsätzlich risikoaffiner und habe mehrere Methoden in verschiedenen Märkten getestet. Ich meine, dass ich einen Risko-Management-Ansatz gefunden habe, der im Verbund mit den richtigen Produkten und dem Auswahlprozess mehr Potential auf Erfolg beim Aktien-Trading aufweisen könnte.

Auswahlprozess stark im Fokus

Bevor Sie sich jedoch darauf freuen können, wie ich innerhalb einiger Wochen mein Kapital komplett “verzocke” :-) oder eben nicht, sollte ich ebenfalls erwähnen, dass ich den Fokus sehr stark auf den Auswahlprozess legen werde und es durchaus dazu kommen kann, dass zwar die Aktie bereits als potentieller Kandidat vorhanden ist, es aber einige Zeit lang zu keinem Trade kommen wird, da das angepeilte Einstiegslevel nicht erreicht worden ist. Dieses Projekt soll schließlich Hand und Fuss haben und kein wildes Gezocke sein, bei dem jedes technische Muster wie wild auf und ab gehandelt wird.

Dies ist nicht die Intention des Ganzen. Ziel ist es, mit jeweils nur einem Aktien-Trade, einen Gewinn von ca. 50 % oder mehr zu erzielen. Hingegen soll der Verlust pro Trade nach Möglichkeit im einstelligen Prozentbereich liegen. Wenn Sie also an Daytrading gedacht haben, dann muss ich Sie leider enttäuschen. Mit dem Daytrading halte ich es wie auch oben beschrieben mit den Produkten. Eine äußerst risikoreiche Methode sein Geld zu vermehren bzw. eine äußerst erfolgreiche sein Geld zu verlieren. Der Start des Projekt soll in einigen Wochen anlaufen. Bis dahin plane ich eine weitere Rubrik einzuführen, die Off Topic ist. Den Grund werde ich im Rahmen des Artikels nennen.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg weiterhin!

Das Jahr 2018 Anlagestrategie

Meine 2018 Anlagestrategie

Liebe Leser,

zunächst einmal wünsche ich Ihnen ein frohes neues Jahr. Ich hoffe Sie sind alle gut rein gerutscht und haben das Jahr 2017 erfolgreich gemeistert. Wie Sie wahrscheinlich schon mitbekommen haben, ist es in den letzten Monaten sehr ruhig hier im Börsenblog geworden. Das wird auch in der nahen Zukunft so bleiben, denn ich arbeite an einigen Projekten, die viel Zeit erfordern und dementsprechend auch Priorität für mich haben.

Ich starte in das Jahr 2018 zunächst komplett auf Einzelwertebasis und bin froh darüber mich weiter entwickelt zu haben. Die Diversifikation ist aus meiner Sicht ein weitaus besseres Risikomanagement-Tool als ein Stop-Loss. Dass ich hätte dennoch etwas besser diversifizieren sollen, durfte ich zum Ende des Jahres deutlich spüren. Mein Portfolio war (siehe auch Wikifolio) zu technologielastig. Das brachte mir den ersten starken Drawdown von über 7 % ein.

Im Vergleich zum NASDAQ 100 Index war die Performance des Wikifolios somit in 2017 etwas enttäuschend für mich, sowohl in Bezug auf die Performance, als auch den Drawdown. Der NASDAQ Index erreichte ein Plus von über 30 %, bei einem maximalen Drawdown von 4,80 %. Den S&P 500 Index habe ich hingegen geschlagen, den Dow Jones Index nur knapp. Es ist, wie ich bereits zuvor vermutet hatte: Die wirkliche Bewährungsprobe stand noch aus und die kam dann auch.

Die 2018 Anlagestrategie wird nicht einfacher

Medien sind derzeit voll von Ausblicken. Daher will ich mich nicht wiederholen, sondern werde Ihnen weiter unten einige Links bereitstellen, von denen ich denke, dass sie ausreichend sind, um sich einen guten Überblick über den aktuellen Stand und die Erwartungen an das Jahr 2018 zu verschaffen. Warum die 2018 Anlagestrategie für mich dennoch nicht einfacher wird, liegt womöglich daran, dass wir uns inmitten eines Wandels befinden. Und zwar in mehrfacher Hinsicht.

Zum einen befinden wir uns aktuell in einer Zeit, in der die geldpolitische Normalisierung bereits begonnen hat. Gleichzeitig ist ein globaler, wirtschaftlicher Aufschwung zu erkennen. Der politische oder auch fiskalpolitische Einfluss dürften dabei in diesem Jahr eine größere Rolle spielen. Ist es nicht genau das, wonach vor allem die Zentralbanker zuvor verlangt haben?

Die zwei größten Weltwirtschaften, die USA und China könnten in der nahen Zukunft so etwas wie einen fiskalpolitischen Wettkampf austragen. soweit es zu keinem Handelskrieg kommt, sind das für mich eher bullische Signale für den Aktienmarkt. Zugegeben, ob all diese Maßnahmen Erwartungen der Investoren und Anleger in der Zukunft treffen, steht noch in den Sternen. Viele Studien belegen, dass einige der Maßnahmen wie etwa eine Steuerreform, nicht zwingend zu einem stärkeren Wirtschaftswachstum auf Sicht von mehreren Jahren führen müssen.

Doch es kommt wie so oft auf bestimmte Nuancen an, die so gut wie nie die selben sind wie in der Vergangenheit. Anleger und Investoren sollten sich daher auf das Hier und Jetzt konzentrieren und diese bullischen Erwartungen handeln. Wieso aber wird es dennoch nicht einfacher? Der Wandel bringt ein etwas unklares Bild für die richtige Allokation mit sich.

Man sieht sozusagen überall Chancen. Doch welche davon die besten sind, das zu erkennen erfordert mehr Aufwand bei der Recherche und Analyse,  Allokation innerhalb der Aktienmärkte kann zum einen auf der regionalen oder sektoralen Ebene erfolgen. Gleichzeitig können Parameter wie etwa “Growth” oder “Value” Betrachtung finden.

Bekommt Value in diesem Jahr seine Chance?

Bereits im vergangenen Jahr gingen viele Analysten davon aus, dass “Value” die Nase vorn haben wird. Das war vielleicht für das Jahr 2017 falsch gedacht, für das neu begonnene Jahr könnte die Übergewichtung in Richtung Value, im Rahmen einer Strategie eventuell Sinn machen. Mehr Details zu diesem Thema können Sie den Links entnehmen, die ich am Ende präsentiere.

Neben diesem Aspekt sowie der Berücksichtung meiner eigenen Einschätzung bezüglich der Entwicklung im nächsten halben Jahr, ergeben sich für mich folgende Veränderungen: Das Portfolio soll im Laufe des Jahres weniger Übergewichtung hinsichtlich eines Sektors oder einer Branche enthalten. Ich werde versuchen sowohl regional als auch sektoral zu diversifizieren, dennoch aber stets mit Blick auf sich aktuell ausbildende oder bestehende Wachstumstrends.

Die Haltedauer wird nun auf mindestens ein Jahr hochgeschraubt, es sei denn es werden gewisse Schwellen unterschritten. Zum Ende des Jahres erfolgt eine Umbewertung der Lage und die Festlegung der weiteren Strategie. Aktien werden entweder weiter gehalten oder verkauft. Je nachdem wie ich die Lage und die Aussichten für die jeweiligen Werte einschätze. Aktien können wieder zurück gekauft werden, wenn sich etwas zu deren Gunsten verändert hat.

Die 2018 Anlagestrategie Links

Um es kurz und knapp zu machen. Ich gehe davon aus, dass der Bullenmarkt noch nicht vorbei ist, da sowohl geldpolitische, aber was noch wichtiger ist, fiskalpolitische Maßnahmen die globale Erholung weiter unterstützen dürften. Mit vorübergehendem Gegenwind rechne ich insbesondere für europäische Aktien im Rahmen der Wahlen in Italien sowie einer Korrektur im Wirtschaftswachstum in China. Ersteres scheint mir nun aber fast vom Tisch zu sein. Warum das so sein könnte, können Sie in diesem >> ersten Link nachlesen. Hinweis: Alle Links verweisen auf englischsprachige Quellen.

Was das Wirtschaftswachstum in China angeht, so erwarte ich für das erste halbe Jahr oder zumindest bis März eine Korrektur. Auch wenn die Daten vom Dezember aktuell noch nicht darauf hindeuten. Das ist auch der Grund, warum ich zwar an der Seitenlinie dem aktuellen “Boom” in den Rohstoffpreisen zusehe.

Wir haben bereits in den Daten per September gesehen, wie schnell Preise für Industriemetalle den Rückwärtsgang einlegen können, wenn Daten schlechter als erwartet ausfallen. Sofern in den USA keine Infrastrukturmaßnahmen angekündigt werden, erwarte ich dieselbe Reaktion, sofern die nächsten Daten aufgrund der aktuellen Maßnahmen zur Regulierung des chinesischen Kapitalmarktes tatsächlich zur Schwäche tendieren. Ich kann mich natürlich irren, aber das ist eben mein Szenario. Angelehnt an dieses Thema fand ich diesen Artikel sehr aufschlussreich: Iron Ore Investors could anticipate these factors in 2018.

Eine gute Zusammenfassung, sowohl aus der makroökonomischen, statistischen, als auch der charttechnischen Sichtweise, können Sie wie so oft bei The Fat Pitch nachlesen: What to expect from equities in 2018. Wer es etwas umfangreicher mag und vor allem etwas ökonomischer, für den könnte auch der Ausblick von LPL Research etwas sein: Return of the business cycle (PDF). Zwar umfangreich aber dennoch angenehm zu konsumieren. Der Report deckt dabei so gut wie alle wichtigen Anlageklassen ab.

Ist der US-Dollar am Ende?

Und zu Guter Letzt habe ich mich ein wenig mit dem Thema schwacher US-Dollar trotz steigender Zinsen und Fiskalpolitik beschäftigt. Dieses Thema gewann innerhalb der Hedgefund-Szene zuletzt immer mehr an Bedeutung. Vor allem dank der steigenden Popularität von Kryptowährungen. Eine gängige Annahme ist, dass der US-Dollar als Weltleitwährung ausgedient hat und wir uns derzeit in einer Übergangsphase befinden, also dem Anfang vom Ende sozusagen.

Ich persönlich vertrete eher die Meinung, dass das Ganze etwas hoch gebauscht wird. Es ist zwar durchaus etwas dran, dass das aktuelle Währungssystem nicht perfekt ist, nur leider gibt es keine bessere Alternative dazu. Insofern dürfte, selbst wenn einige Länder hier die Führung früher oder später übernehmen sollten, es noch sehr lange dauern, bis sich das ändert. Sehr, sehr empfehlenswert zu diesem Thema, ist dieser fünfteilige Podacst von MacroVoices: Anatomy of the US-Dollar End Game. Der Podcast stellt eine Diskussion zwischen vier Hedgefund-Investoren dar, die nicht unbedingt die gleiche Meinung vertreten und das Ganze genau deshalb so interessant ist. Zeit nehmen und anhören. Hier ist Bildung drin.

Viel Erfolg!

Apple-Aktie langfristig

Apple-Aktie Teil (2)- Warum ich voll bei Buffett bin!

Liebe Leser,

in dem letzten Beitrag (Würde ich die Apple-Aktie kaufen?) habe ich meine Strategie im Bezug auf die Apple-Aktie ein wenig offen gelegt. Dass ich meine Kauf-Order leicht über das letzte Hoch platziert habe, erwies sich dabei als richtig, denn diese wurde nicht getriggert und somit kann ich mir nun den Kursverfall sparen. Das ist auch der Grund, warum Flexibilität für mich, als mittelfristiger Anleger, eine große Rolle spielt. Aber wie sieht es langfristig aus?

Eine gängige Meinung ist, dass Apple so langsam den Peak des Gewinnwachstums erreicht hat und es deshalb kaum mehr nach oben gehen wird. Mit diesem Beitrag will ich ein wenig in die langfristigen Aussichten für Apple und damit die Apple-Aktie reinschauen. Vorab: Ich bin immer noch langfristig bullisch, was die Aktie angeht.

Ein Grund, der vor allem bei Value-Investoren gut ankommt, ist die relativ günstige Bewertung der Apple-Aktie.  In all der Skepsis gegenüber der Aktie in den letzten Jahren, erscheint es doch recht seltsam, dass die Bewertung im historischen Kontext und im Vergleich zum Kursanstieg der letzten zehn Jahre alles andere als hoch ist. Diesen Umstand habe ich bereits über Twitter vor einer Woche beschrieben, indem ich dieses Chart postete. Insofern folgen Sie mir dort auch, denn da bin ich zumeist aktiver und poste oft nah am Tagesgeschehen @invest_alpha

Apple

 

Der Macro Tourist ist für die Apple-Aktie bärisch

In dieser Woche hatte Kevin Miur von “The Macro-Tourist” seine Sichtweise hinsichtlich der Apple-Aktie kund getan.

It’s not too late

Dazu muss man allerdings sagen, dass Kevin Muir eine extrem konträre Strategie verfolgt und oft daneben liegt. Was ja auch vollkommen ok ist, sofern sein Risk-Management das erlaubt. Für uns als Kleinanleger ist das Thema Hedging allerdings weniger interessant. Interessant fand ich dennoch, dass er auf die günstige Bewertung von Apple eingegangen ist, er sagte:

I know Apple is cheap on a fundamental basis. I know Buffett owns it, and has “never sold a single share of Apple.” Yeah, the PEG ratio is low, but when you reach Apple’s size, it’s difficult to justify a big multiple based on continuing growth. Eventually, you hit a point where growth becomes increasingly difficult. And I think Apple has reached that point.

Kevin meint, dass eine hohe Bewertung oder eben eine steigende KGV/Gewinn-Ratio (PEG) gar nicht mehr stark steigen kann. Er begründet das mit der Größe des Unternehmens. Er könnte damit Recht haben, muss aber nicht. Aus meiner Sicht kristallisiert sich in diesem Fall sehr gut heraus, warum Value-Investoren eben auch nur mit Wasser kochen. Argumente für oder gegen die derzeitige Bewertung lassen sich immer finden.

Bewertungskennzahlen sind auch nur Vergangenheitsdaten

Bewertungskennzahlen wie das KGV geben nur die Vergangenheit wieder, hören sich in der Regel aber solider an. Wie sich diese Bewertung jedoch in der Zukunft entwickeln könnte, diese Einschätzung muss man selbst treffen und dazu muss man andere Informationen heranziehen, die nichts mit den vergangenen Unternehmensergebnissen zu tun haben, sondern damit wie sich die Branche in der Zukunft insgesamt entwickeln könnte.

Das hat Kevin Muir nun getan und ist fürs Erste insbesondere gegenüber den FANG-Stocks (Facebook, Amazon, Netflix, Google), Apple und Tesla bärisch gestimmt. Und dass Manager wie Mark Zuckerberg nun anfangen wollen Anteile groß abzustoßen, ist für ihn eine Bestätigung dessen, dass der Peak beim Wachstum erreicht worden ist.

These stocks are a potential disaster in the making. They are over-extended, behaving poorly, have insiders pitching stock, and most importantly, smart, big picture thinkers are for the first time questioning their business models all the while, shrewd, market savvy veterans are leaning on the sell button.

Many a pundit have made fools of themselves calling for the top in the stock market, but I think we are at an important point for the FANG + APPL and TSLA stock crowd. I am by no means a perma-bear, and have at times even reluctantly joined on the bull side. Yet I can’t help but get the feeling that we are close to the point where all the good news for these tech favourites is baked-in.

Geht es abwärts mit der Apple-Aktie?

Klingt tatsächlich so, als dürfte es mit den FANG-Stocks, Apple, Amazon oder auch Tesla bald abwärts gehen, oder? Naja, ich bin da geteilter Meinung und obwohl ich sehr viel Respekt vor der Erfahrung solcher Trader habe, weiss ich auch, dass meine eigene Einschätzung mich in der Regel nicht im Stich lässt. Warum sehe ich es aber nicht so skeptisch?

Als erstes sollte man bedenken, dass FANG-Stocks, Apple oder eben Tesla, Google und Amazon nicht nach den gleichen Geschäftsmodellen operieren. Wenn man nun aber all diese Werte ständig in einen Topf wirft, um zu zeigen, dass hier bald Ende im Gelände ist, scheint das aus meiner Sicht, etwas aus dem Kontext gerissen zu sein.

Ja, es sind alles irgendwo Technologiewerte, aber diese Unternehmen bedienen jeweils andere Bedürfnisse und erzielen Wachstum und Einnahmen über verschiedene Quellen. Und ja, während der Großteil der FANG-Stocks tatsächlich seine größten Einnahmen über Werbung erzielt und damit auf die Steigerung der Nutzeranzahl angewiesen sind, ist es bei Apple, Tesla oder Amazon eben anders. Aber diese Aktien sind ebenso ein Teil des Technologiesektors.

Zweitens: Nur weil einige der Geschäftsbereiche, wenn auch sehr wichtige, bei einigen dieser Unternehmen nun einen Peak erreicht haben, heisst es ja noch lange nicht, dass diese Unternehmen Einnahmen nur in diesem Geschäftsbereich erzielen können. Wir sollten nicht vergessen: Einige davon sind immer noch Top-Technologiewerte. Wer, wenn nicht diese Unternehmen, sollten sich am besten an Entwicklungen innerhalb der Branche anpassen können?

Ohne Technologie ist Stillstand angesagt

Artificial Intelligence, Cyber-Security, Internet of Things, Cloud-Services, autonomes Fahren. Alles Dinge, die jetzt im Kommen sind und alles Dinge, die von der Technologiebranche abhängen. Nein, ohne Software- und Internet-Technologie ist schlicht und ergreifend Stillstand. Und ganz ehrlich: Apple ist Amerikas Flagschiff. Apple repräsentiert die USA. Apple steht praktisch überall drauf, was aus den USA kommt und wenn Tesla ein voll autonomes System in seinen Fahrzeugen vorstellen wird, dann wird in der Bedienleiste mit hoher Sicherheit Apple drauf stehen.

Insofern bin ich, was die Apple-Aktie angeht voll bei Buffett und ich wette er hat seine Entscheidung nicht auf Basis des KGVs oder sonst einer Kennzahl gefällt, sondern weil er die Aussichten und das Potential von Apple im Zusammenhang mit den erwarteten Entwicklungen in der gesamten Branche betrachtet hat.

Ich will nicht ausschließen, dass einige der Techologieunternehmen es mittelfristig schwerer haben werden deutliches Gewinnwachstum zu erzielen. Doch das wird eher daran liegen, dass sich deren Leistungen und Geschäftsmodelle an die technologischen Entwicklungen weniger schnell anpassen können. Für Apple gilt das aus meiner Sicht noch am wenigsten, iPhone-Absatz hin oder her. Apple kann es sich leisten praktisch überall mitzumischen und wird es aus meiner Sicht auch tun.

Viel Erfolg!

Apple-Aktie kaufen nach dem Apple-Event?

Mein Investitionsprozess am Beispiel Apple-Aktie

Liebe Leser,

das Apple-Event ist gestern gelaufen und die Apple-Aktie konnte im Laufe der Präsentation zunächst leicht profitieren, gab die Gewinne jedoch nach der Vorstellung des iPhone X komplett wieder ab. Ich kann Ihnen nicht mit Sicherheit sagen, ob das an dem geplanten Lieferdatum lag, wie es zerohedge behauptet (Apple Stock Slumps After iPhone X Demo, Delivery Date Disappoints), oder einfach nur an der Tatsache, dass alle Vorstellungen ab dem Moment abgefrühstückt waren. Ich tendiere eher zum Letzteren. Aber das ist auch gar nicht so wichtig.

Wichtiger für mich ist, dass ich an dem Beispiel Apple-Aktie einen Teil meines Investitionsprozesses darstellen kann. Ein Faktor in meinem Investitionsprozess ist die Flexibilität. Das heisst zwar nicht, dass ich keine starren Parameter nutze, jedoch behalte ich mir vor, für jeden Wert individuell zu entscheiden, wann der richtige Moment ist zu kaufen oder zu verkaufen. Es gibt zum Beispiel Aktien, bei denen ich bewusst einen im Verhältnis zum derzeitigen Trend tiefen Preis ausnutze.

Es gibt aber auch wiederum Aktien, bei denen es mich nicht interessiert, ob der Kurs weit genug gefallen ist. Ich kaufe sofort, wenn ich von den Daten und vor allem der “Story” überzeugt bin. Der Rest ist dann nur noch Risikomanagement. Was bedeutet das aber nun genau und was ist der Vorteil solch einer Strategie?

Die Bedeutung der Flexibilität im Handel

Zum einen bedeutet es, dass ich Aktien zwar versuche gemäß einer bestimmter Strategie auszuwählen, ich mir jedoch auch bewusst bin, dass mir zu den einzelnen Werten die eine oder andere Information fehlt, um eine sehr genaue Einschätzung treffen zu können. Habe ich das Gefühl, dass das so ist, dann achte ich bei meinen Einstiegen mehr darauf, dass diese entweder markttechnisch gut getimt sind oder aber gewisse Schwellen überschritten werden, die ich in dem aktuellen Trend für wichtig erachte.

Auf der anderen Seite,  wenn ich das Gefühl habe, dass viele Parameter in eine Richtung weisen, dann kann es schon mal vorkommen, dass für mich ein gut getimter Einstieg nicht in einem tiefen Preis liegt, sondern tatsächlich in dem gegebenen Zeitpunkt. Viele Trader und Investoren setzen Timing immer wieder gleich mit einem meist nach der Markttechnik definierten tiefen Preis. Doch ich habe sehr oft die Erfahrung gemacht, dass der jetzige Moment oft darüber entscheiden kann, ob der Einstieg gut getimt war oder nicht. Die Flexibilität hat sich also in dieser Hinsicht für mich oft als Edge erwiesen.

Ich will das jetzt nicht ausdiskutieren, denn am Ende ist der Investitionsprozess, egal wie er aufgebaut ist, ein äußerst subjektiver. Meiner womöglich sogar noch subjektiver als der systematische Ansatz eines Traders. Doch auch bei mir steckt eine gewisse Systematik dahinter, nur ist sie eben keine, bei der ich stets starre Preisangaben und Schwellen machen muss. Was hat das Ganze nun mit der Apple-Aktie zu tun?

Die Schwelle in der Apple-Aktie

Die Apple-Aktie befindet sich in einem klaren, langfristigen Aufwärtstrend. Dieser Trend wurde zwischen 2015-2016 korrigiert. Am Tief dieser Korrektur hat Warren Buffett erstmals in die Apple-Aktie und damit eine Technologie-Aktie investiert und im Laufe der nächsten Monate hat Buffetts Berkshire Hathaway immer wieder Nachkäufe getätigt. Hier der Chart.

Apple-Aktie Chartanalyse

Gehe ich rein nach der Markttechnik und berücksichtige dabei den eingezeichneten, langfristigen Trendkanal, dann scheint der derzeitige Preis eher in der unteren Hälfte zu notieren und gar nicht so weit weg von den beiden langfristigen Wochendurchschnitten. Das markttechnische Potential nach oben hin scheint, aus meiner persönlichen Sicht heraus, noch lange nicht ausgeschöpft. Eine Wette auf die Fortsetzung des Trends, wäre daher für mich interessant.

Nun ist es aber auch so, dass vor allem bei mittelfristig orientierten Händlern wie ich einer bin, immer die Frage im Vordergrund steht, ob die aktuellen fundamentalen Gegebenheiten sowie das Sentiment ebenfalls für die Fortsetzung des Trends sprechen. Langfristige Investoren müssen sich das nicht fragen, denn die Zeit spielt ihnen bei solchen Unternehmen in die Karten.

Denn wie wahrscheinlich ist es, dass Apple morgen pleite geht? Ein Einbruch, der über eine Korrektur hinausgeht, kann sich daher eigentlich nur im Rahmen von Rezessionserwartungen ereignen. Doch das ist ein anderes Thema und eine Sache der Einschätzung der allgemeinen und makroökonomischen Lage.

Leichte Unsicherheit hat Einfluß auf Flexibilität

Was die fundamentale Entwicklung des Unternehmens angeht, kann man derzeit zwar behaupten, dass die Daten im Vergleich zur Historie zu wünschen übrig lassen, Apple aber immer noch so viel Value besitzt, dass das Anleger-Sentiment auf Trab gehalten werden kann. Das Sentiment ist jedoch derzeit etwas unsicher und das konnte man am Kursverhalten gestern erkennen. Diese Unsicherheit hat sicher Einfluss auf meine Entscheidung und die Flexibilität.

Vor allem die Reaktion auf die Vorstellung der neuen iPhone Modelle ist in der Regel nicht bekannt. Und ich nehme mir auch nicht heraus zu behaupten ich wüsste wie die Reaktion ausfallen wird. Das ist auch genau das, was ich weiter oben meinte, als ich sagte, dass ich mir dessen bewusst sein muss, wann mir gewisse Informationen fehlen und wann nicht.

Ich fasse also kurz zusammen: Ich sehe in der Apple-Aktie Potential für die Fortsetzung des technischen und langfristigen Trends, es herrschen allerdings gewisse Unsicherheiten bezüglich der weiteren fundamentalen Entwicklung vor, die gleichzeitig das kurz- bis mittelfristige Sentiment negativ beeinflussen. Und da diese Unsicherheiten bestehen, muss ich gemäß meiner Strategie Schwellen setzen.

Ich würde also in den Wert nur dann einsteigen, wenn eine gewisse Schwelle überschritten wird. In der Apple-Aktie hatte ich mir die Schwelle bei 165 US-Dollar je Aktie gesetzt, in Euro läge diese in etwa bei 140. Sie sehen, es interessiert mich speziell in diesem Fall nicht, ob der Kurs sehr weit gefallen ist. Es interessiert mich nur, ob der Kurs mir ein positiv eingestelltes Sentiment bestätigt oder nicht. Gleichzeitig vermeide ich damit zu früh in das Apple-Event oder die Keynotes rein zuhandeln. Wird diese Schwelle nicht erreicht, steige ich nicht ein.

Apple-Aktie Trading

Fazit für Apple-Aktie

Wie bereits gesagt, ich kann Ihnen nicht beantworten aus welchen Gründen genau die Apple-Aktie gestern im Anschluss an die iPhone X Vorstellung eingebrochen ist. Fakt ist, dass das Sentiment leicht verunsichert reagiert hat, was wiederum teilweise zu erwarten war und genau das wollte ich im Falle eines Kaufs der Apple-Aktie berücksichtigen. Das tat ich, indem ich mir eine Schwelle gesetzt hatte. Wäre ich mir sicherer gewesen, hätte ich ohne die Schwellen einfach gekauft, das war ich aber nun mal nicht. Und ob ich mit meiner generellen Einschätzung für die Fortsetzung des Trends richtig gelegen habe oder nicht, ist aus meiner Sicht, in diesem Fall eher zweitrangig.

In meinem Fall ist der Börsenhandel also flexibel und ob ich nun mehr die Markttechnik betrachte, Fundamentaldaten oder einfach nur das Sentiment und die damit einhergehenden Erwartungen an einen generellen Wachstumstrend innerhalb einer Branche oder Region. All diese Parameter müssen bei mir abgewogen werden, bevor ich eine Entscheidung treffe. Es kann in manchen Fällen ganz einfach sein und in anderen Fällen wiederum etwas komplexer. Das gilt auch für das Risk-Management. Einige Werte erfordern strikte Stopp-Loss Schwellen, andere wiederum lassen sich durch Diversifikation im Risiko abfedern.

Flexibilität gehört für mich dazu, vor allem weil sie mir auf der einen Seite die Geduld dafür gibt auf den richtigen Moment zu warten aber auch die Möglichkeit, wenn es sein muss sofort zu handeln. Ich bin der Meinung, dass im erfolgreichen Börsenhandel Fingerspitzengefühl gefragt ist, weshalb man es fortwährend trainieren sollte. Einige Fundamental-Anhänger höre ich jetzt schon seufzen: “Oh Gott er handelt nach Gefühl”. Das folgende Beispiel macht hoffentlich mehr als deutlich, dass ein Dr. Titel und die Fähigkeit Fundamentaldaten auszuwerten, aus einem noch lange keinen guten Investor machen müssen.

A Stock ‘Permabear’ Won’t Give In

Viel Erfolg!